Vier sichere Wege, um in die Medien zu kommen

Zugegeben, die wenigsten Dinge im Leben sind sicher, aber über die Headline habe ich eines erreicht: Du bist neugierig geworden. Journalisten geht es nicht anders. Sie bekommen mehrere hundert Emails am Tag und müssen in Bruchteilen einer Minute entscheiden, ob der Inhalt für ihre Leser relevant ist. Du kannst ihnen dabei helfen.
Mit diesen vier Tipps zeige ich dir wie.

Das richtige Medium auswählen

Die erste Frage die du dir stellen musst ist: Wo treffe ich die Menschen an, die ich mit meinen Botschaften  erreichen will? Oder anders gesagt: Was lesen meine Kunden? In Deutschland gibt es neben einer ausgeprägten Zeitungslandschaft eine Vielfalt an Zeitschriften für teils eng umgrenzte Interessengebiete, von A wie Auto bis Z wie Zen. Dazu kommen Fachzeitschriften für unterschiedliche Disziplinen wie z.B. Medizin, Forschung oder Technik. Es ist sinnlos einen Artikel über Autos einem Magazin vorzuschlagen das Backrezepte druckt. Klingt logisch, kommt aber immer wieder vor. Der sogenannte „Verteiler“ für die Aussendung der Medieninformation ist eine Gießkanne. Es besser zu machen erfordert einiges an Rechercheaufwand, der sich im Ergebnis aber lohnt.

Helfen statt zu nerven

Stell dir folgendes vor: Eine gute Fee begegnet einem Journalisten und gewährt ihm einen Wunsch. Was glaubst du antwortet er? Meine Vermutung ist, „mehr Zeit für meine Artikel.“ Journalisten leiden chronisch unter Zeitmangel, für die Recherche ebenso wie für den Beitrag. Darüber hinaus müssen sie sich permanent in neue Themengebiete einarbeiten. Heute ein Artikel über Viren, morgen über Venenleiden. Das heißt, sie können in einem Thema nie so tief drinstecken wie ein Experte. Sie sind also auf die Unterstützung von Menschen angewiesen, die sich auskennen. Das ist deine Chance! Biete dich als Experte auf deinem Themengebiet an. Aber Vorsicht, Falle: Faktenwissen ist zwar wichtig, aber damit alleine überzeugst du keinen Journalisten, denn:

“Journalisten suchen vor allem Geschichten die ihre Leser fesseln.”

Gute Geschichten machen neugierig, überraschen mit unerwarteten Wendungen, sind emotional und bauen einen Bezug zum Leben der Leser auf. Sie sind ganz sicher keine Aneinanderreihung von Marketing-Botschaften über ein Produkt. Frage dich also, wie du deine persönliche oder Unternehmens-Geschichte zu einem Leser-Erlebnis machst. Welche Hürden hast du genommen, um zum Erfolg zu kommen? Es geht um Erfahrungen, weniger um Eigenschaften. Ich gebe dir ein Beispiel: Wer heute über Autos schreibt nutzt selten die Begriffe Beschleunigung oder Spritverbrauch. Artikel über Fahrzeuge sprechen von Sicherheit der Familie oder dem Spaß im Urlaub. Wenn du Journalisten mit deiner Geschichte in ihrer Arbeit entlastest, werden sie dir mit Interesse zuhören, statt dich genervt loswerden zu wollen.

Zeigen, dass du „einer von ihnen“ bist

Journalisten schreiben nicht zum Selbstzweck. Sie sind von den Geschichten die sie erzählen häufig nicht einmal betroffen. Was bedeutet das? Ein Journalist trägt die Brille seiner Leser. Er versetzt sich in die Lage der Menschen, die seine Zeitung, Zeitschrift oder online-Publikation abonnieren. Für dich bedeutet das, dich mit dem Medium auseinanderzusetzen. Du weißt inzwischen, welche Medien deine Kunden lesen (Punkt 1 in dieser Liste). Frage dich also, welche Bedürfnisse diese Menschen haben. Wie kannst du diese befriedigen? Kannst du z.B. ein Problem lösen das die Leser umtreibt?

Leser springen selten wie Bienen von einer Blüte zur anderen. Sie fühlen sich ihrem Medium verpflichtet, mit dem sie gemeinsame Werte teilen. Für welche Werte stehst du? Gibt es hier Anknüpfungspunkte? Wie passt deine Dienstleistung oder dein Produkt in dieses Bild? Aktuelle Stichworte wären beispielsweise Nachhaltigkeit, ökologisches Bewusstsein, Gleichberechtigung oder soziale Verantwortung.

Leser fühlen sich bei einem Medium gut aufgehoben, das ihre Sprache spricht. Daraus ergibt sich, dass einheitlich formulierte Pressetexte die an hunderte Redaktionen gleichzeitig verschickt werden nur selten gelesen werden. Es sei denn es handelt sich um Revolutionen ihres Bereichs, die das Leben der Menschen auf grundlegende Weise verändern. Das ist zugegeben rar.

Ausnahmen von dieser Regel stellen Fachzeitschriften dar. Fachjournalisten sind explizit an Ergebnissen aus der wissenschaftlichen Forschung und Entwicklung interessiert. Aber auch hier gilt: Selbst wenn Fachjournalisten ein Spezialgebiet haben – in dem sie sich sehr gut auskennen – eine Fachbegriff-Schlacht ist unangebracht. Die Essenz der Veröffentlichung sollte für jeden verständlich formuliert sein.

Wenn dich das Thema Pressetexte intensiver beschäftigt, dann empfehle ich dir meinen Blogbeitrag „Mantren zur Königsdisziplin Pressetext“.

Einen Anlass haben

Eines ist bis hierhin wahrscheinlich deutlich geworden: Du kannst viel verbrannte Erde hinterlassen, wenn du Journalisten ihre Zeit stielst. Es gilt der viel zitierte Grundsatz, „keine zweite Chance für einen guten ersten Eindruck.“ Kommuniziere mit Journalisten, wenn du wirklich etwas zu sagen hast. Der Anlass kann aus dem Unternehmen selbst geboren sein, wie z.B. die offizielle Eröffnung bei Firmengründung oder ein Jubiläum. Die Aufmerksamkeit wird in diesem Fall natürlich lokal begrenzt sein, schafft dafür aber Möglichkeiten nicht nur die Lokalredakteure der Zeitungen, sondern auch von Rundfunk und Fernsehen einzuladen.

Wenn du mit deiner Geschichte in die Medien kommen willst, dann verbinde sie mit Anlässen die zum Thema passen. Das kann eine bestimmte Jahreszeit oder ein Feiertag sein (z.B. besinnliche Weihnachten oder der Tag der Arbeit). Es gibt auch nationale wie internationale Aktionstage (z.B. Valentinstag oder Muttertag). Schließlich sind fixe Tage, Wochen oder gar Monate im Jahr einem bestimmten Thema gewidmet, um die Aufmerksamkeit dafür zu erhöhen. So gibt es z.B. für verschiedene Krankheiten Aktionstage, um auf das Schicksal und die Bedürfnisse der Menschen mit diesen Krankheiten aufmerksam zu machen. Journalisten sind immer auf der Suche nach Menschen – Beispielen – die zu diesen Anlässen passen. Das kannst du nutzen.

Wenn deine Geschichte gereift ist, suche den direkten Kontakt zum Journalisten in der Redaktion. Da ein Telefonat den Ungeübten meist Schweißperlen auf die Stirn treibt, kannst du zur Alternative Email greifen. Zuvor solltest du allerdings die Adresse recherchiert haben, denn die allgemeinen „Briefkästen“ der Redaktionen die mit info@, kontakt@ oder redaktion@ anfangen sind ein schwarzes Loch. Jetzt brauchst du noch eine Betreff-Zeile, die zum Klick führt und dann „ab die Post!“

Das Beste zum Schluss

Du hast bis hierhin gelesen, daher beschäftigt dich das Thema offenbar intensiv. Wenn du zum Team „Pressearbeit selber machen“ gehörst, dann habe ich zwei Empfehlungen für dich (unbezahlte Werbung):

  • Marike Frick hält auf ihrer Plattform „Was Journalisten wollen“ sehr viele praktische Tipps bereit. Auf ihrem YouTube Kanal plaudert sie locker aus ihrem journalistischen Nähkästchen.
  • Angela Löhr bietet in ihrer Schreibwerkstatt zum Beispiel Kurse über „griffige Headlines“ an.

Falls du jedoch denkst: „Ich gebe die Kompetenz Public Relations lieber an einen Profi ab, weil ich mich so besser auf mein Kerngeschäft konzentrieren kann“, dann bist du bei mir richtig.

Ich schaue mir an wo du in Sachen Außendarstellung stehst und wir überlegen gemeinsam, wie die nächsten Schritte aussehen können. Nimm dazu gerne Kontakt auf.

Du möchtest zuerst mehr über mich erfahren? Dann empfehle ich dir einen Blick  in die Rubrik „so arbeite ich“.

Viel Erfolg bei deinen Projekten wünscht dir

P.S.: Dir als aufmerksamem PICUS-Blog Leser ist sicher aufgefallen, dass ich vom „sie” zum „du” übergegangen bin. Mir fällt es jetzt viel leichter einen Bezug zu dir und deinen täglichen kommunikativen Herausforderungen aufzubauen. Ich möchte gerne mit dir in einen Dialog kommen. Das heißt aber nicht, dass ich im realen Umgang auf professionelle Etikette verzichte. Ich halte es, wie es für meine Kunden angenehm ist. Ob „Sie”, „Sie und Vorname” oder „Du” macht für mich keinen Unterschied. Wenn ich für Sie arbeite, sind wir ein starkes Team.

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Eine Chefredakteurin erzählt: Barcamps, Masterminds, Blogparaden – was soll das eigentlich alles?

In diesem Monat bloggt für Sie Angela (Gela) Löhr. Sie ist die Initiatorin, Herausgeberin und Chefredakteurin von LEMONDAYS. Mit diesem Online-Magazin möchte sie Frauen ab Vierzig unterstützen, inspirieren und vernetzen. Frisch und rebellisch. Weiblich und positiv. Mit femininer Weisheit für eine bessere Welt.

Die Tageszeitungen liegen mit frischen gelben Markierungen geordnet auf dem Schreibtisch, die Espressomaschine ist vorgewärmt und die Tasten der Redakteure klappern im vorgelagerten Großraumbüro schon seit Stunden um die Wette.

Spätestens seit Meryl Streep uns in „Der Teufel trägt Prada“ in den glamourösen Alltag der Zeitschriftenverlage hat schauen lassen, haben wir eine gewisse Vorstellung vom Leben einer Herausgeberin und Chefredakteurin.

Cut.

Montagmorgen, halb neun in Hamburg. Mein Blick fällt direkt auf die Rechnungen, die seit Tagen darauf warten, in die Finanzbuchhaltungssoftware einlesen zu werden. „Heute aber!“, denke ich, schnappe mir mein Notizbuch und schlappe in die Küche. Mit einem dampfenden Darjeeling bewaffnet, widme ich mich als erstes der To Do Liste. Direkt an der Küchentheke, weil sich an einem aufgeräumten Platz auch die Gedanken besser sortieren lassen.

Beim Durchsehen der aktuellen Projekte fällt mir wieder einmal auf, wie abwechslungsreich mein Chefredakteurinnen-Alltag ist. Ich konzipiere, schreibe, plane, telefoniere, brainstorme, redigiere, lektoriere, lese, lerne und rechne. Ab und an feiere ich auch, denn das gehört ebenfalls dazu.

Das Herzstück eines Magazins ist jedoch die Redaktion mit RedakteurInnen und GastautorInnen und dem großen Redaktionsplan, mit seinen Monatsthemen und einzelnen Artikeln.

Wenn ich mich in den LEMONDAYS Redaktionsplan vertiefe, bin ich in meinem Element. Ich liebe es, mir gute Themen und konkrete Artikel für unsere Leserinnen zu überlegen, Ideen für neue Bereiche im Magazin zu entwickeln, brandneue Projekte zu konzipieren und LEMONDAYS in meinem Kopf bis über Brigitte Women und Donna hinaus wachsen zu lassen. (Ja, Träume sollten zugelassen und aufgeschrieben werden!)

Fast noch lieber mag ich es allerdings, wenn ich dabei nicht still in meinem Kämmerlein meine Gedanken Pingpong spielen lasse, sondern mir ein echtes Gegenüber auch mal die ehrliche Meinung zu so manch spinnerter Idee geigt.

Zusammen ist man nämlich nicht nur weniger allein, sondern kann auch mehr bewegen. Viel schneller. Und einfach besser.

Für Online-Unternehmer gibt es viele Möglichkeiten, zusammen zu arbeiten oder sogar geschäftlich zu kooperieren.

Einige Kooperationsideen, mit denen ich gute Erfahrungen gesammelt habe, stelle ich  hier vor:

Mastermind-Gruppen

In Mastermind-Gruppen treffen sich Selbstständige, die sich zu ihren geschäftlichen Themen austauschen wollen. Sie erzählen sich von ihren aktuellen Projekten, geben einander Feedback und helfen auf jedwede mögliche Art. Die Treffen erfolgen regelmäßig oder unregelmäßig, persönlich oder per Videokonferenz.

Meine Empfehlung für Mastermind-Gruppen ist, sich Menschen zu suchen, die nicht unbedingt genauso ticken wie man selbst. Das mag durchaus herausfordernd sein, öffnet aber den Blick für manch neue Sichtweise. Wer sich mit seinem Business weiterentwickeln möchte, sollte auch Mastermind-Partner haben, die vielleicht schon einen Schritt weiter sind als man selbst. Der Mix macht´s.

Facebook-Gruppen

Mit persönlich geführten Facebook-Gruppen mache ich immer wieder sehr gute Erfahrungen, um schnell Antworten auf – besonders technische – Fragen zu bekommen. Dabei ist entscheidend, die richtigen Gruppe zu finden, in der Fragen willkommen sind und sich gern gegenseitig unterstützt wird. Gegenseitig meint hier, nicht nur selbst Fragen zu stellen, sondern sich auch mit hilfreichen Beiträgen zu fremden Fragen einzubringen und die Wünsche des Gruppenbetreibers unbedingt zu akzeptieren.

Eine Gruppe zu führen, bedeutet viel Engagement und verfolgt immer auch einen bestimmten (Geschäfts-)Zweck. Erkenntlich und dankbar zeigen kann man sich übrigens beim Gruppenbetreiber neben dem Kauf seiner Angebote auch mit einer positiven Bewertung.

Achtung: Wie bei allen Aktivitäten in Social Media Kanälen besteht die Gefahr der Verzettelitis. Daher unbedingt die Zeit im Auge behalten und gegebenenfalls vorab limitieren.

Netzwerktreffen, Barcamps und andere Offline-Events

Online-Menschen treffen sich manchmal auch draußen in der realen Welt. Es gibt klassische Netzwerktreffen, zu denen über die sozialen Medien eingeladen wird und die oft mit einem ausgiebigen Frühstück oder abendlichen Restaurantbesuch verbunden sind. Die Teilnehmer stellen sich einander vor und überlegen, wie sie sich in ihrem Business gegenseitig unterstützen können. Manche Netzwerktreffen haben ein Rahmenprogramm wie fachliche Impulsvorträge, Mini-Workshops oder integriertes Masterminden.

Barcamps sind sogenannte Un-Konferenzen. Ganz im Gegensatz zu einer klassischen Konferenz gibt es keine feste Agenda mit vorab terminierten Fachvorträgen oder Workshops. Zu Beginn eines Barcamps stellen Teilnehmer, die zu einer sogenannten Session einladen wollen, Thema und Ziel dieser Session vor und sehen dann, ob und wie viele Interessenten zur festgelegten Zeit kommen. Sessions müssen nicht zwingend Vorträge oder Workshops sein, auch offene Diskussionsrunden zu einem bestimmten Thema sind gern gesehen.

Andere Offline-Events können beispielsweise Kongresse sein, auf denen es Keynotes (Inspirations- oder Motivationsvorträge), fachliche Referate oder auch praktische Workshops gibt. Viele Kongresse oder auch Messen für Online-Unternehmer haben heutzutage einen starken Eventcharakter mit gutem Unterhaltungswert, zum Beispiel Entertainment-Abende.

Kooperationen

Viele Selbstständige aus der digitalen Branche setzen inzwischen  auf Kooperationen, das heißt, sie arbeiten geschäftlich zusammen. Eine Kooperation kann dabei zeitlich begrenzt sein, ausschließlich auf ein gemeinsames Projekt bezogen oder beides. Einfache Kooperationen sind beispielsweise Gastartikel oder Blogparaden.

Gastartikel

Gastartikel selbst zu schreiben oder Artikel von anderen im eigenen Blog/Magazin zu veröffentlichen ist für viele Online-Unternehmer die erste Art der Kooperation. Wer einen Gastartikel schreiben möchte, fragt mit einem konkreten Themenvorschlag oder am besten mit einem ausführlichen Artikel-Exposé beim Blogger seiner Wahl an.

Wer die Anfrage erhält, sollte sich über die Bedingungen für Gastartikel im eigenen Blog/Magazin im Klaren sein und diese auch (schriftlich) kommunizieren. Nur dann können beide Seiten entscheiden, ob die Kooperation passt. Es ist das Recht jedes Blog-/Magazinherausgebers, Gastbeiträge abzulehnen. Gastbeiträge aufzunehmen ist übrigens aufwändiger, als es von außen aussieht, aber das ist ein anderes Thema. Und weil wir vorhin schon über das Give & Take sprachen: Auch ein Gastautor sollte sich überlegen, wie er die Kooperation maximal unterstützen kann.

Blogparaden

Blogparaden sind ebenfalls eine gute Möglichkeit zur Kooperation. Sie dienen genau wie Gastbeiträge der Vernetzung, Sichtbarkeit und Stärkung der eigenen Expertise. Eine Blogparade hat ein großes Thema, zu dem der Gastgeber dieser Blogparade offiziell einlädt und den Zeitrahmen und Ablauf kommuniziert. Wer mitmachen möchte, schreibt seinen Beitrag im eigenen Blog und kommuniziert den Link entsprechend der Vorgaben an den Host der Blogparade.

In unserem Magazin LEMONDAYS findet jeden Herbst eine fest organisierte Blogparade statt. Zur Blogparade im vergangenen Jahr hat Heike selbst sich dem Thema „Sex, Drugs & Rock´n Roll“ gewidmet. Im kommenden Herbst wird es in unserer Blogparade um das Thema „Wohlfühlgewicht in den Wechseljahren“ gehen. Wer als Autor gern teilnehmen würde, kann sich ab sofort per eMail bei uns melden redaktion@lemondays.de

Und wer ausführlicher lesen möchte, wie Blogparaden funktionieren und wann sie sinnvoll sind, dem empfehle ich den Artikel meiner geschätzten Online-Kollegin Birgit Schultz „Was ist eigentlich eine Blogparade? Chancen und Risiken…

Gemeinsame Produkte

Wenn es thematisch passt und die Chemie stimmt, bieten sich auch tiefergehende Kooperationen an. Ich kenne Kollegen, die sehr erfolgreich Online-Kurse oder Wochenend-Workshops gemeinsam durchführen.

Der große Vorteil ist, dass mit einer solchen Kooperation alle Ressourcen nahezu verdoppelt werden. Zu zweit kann mehr Zeit in die Vorbereitung gesteckt werden, der Verkauf läuft intensiver und gleichzeitig an ein größeres Publikum und zudem macht die Durchführung gemeinsam viel mehr Spaß. Und nicht zu vergessen: Wenn man sich optimal ergänzt, vergrößert sich auch das fachliche KnowHow und das Angebot wird für den Kunden attraktiver.

Fazit

Kooperationen sind großartig, um Einzelkämpfer erfolgreiche Unternehmen aufbauen zu lassen. Ein Online-Business bietet vielfältige Möglichkeiten zur Zusammenarbeit. Wer strategisch denkt, wird die passenden Ideen finden und seine Chancen somit vervielfältigen. Und wer gedanklich flexibel bleibt, wird auch wissen, wann es Zeit für einen Wechsel ist. Ob Mastermind-Partner oder gemeinsamer Workshop – nichts muss für immer sein. Hinter allen Entscheidungen sollte die Frage stehen, ob diese Kooperation mir und meinem Business genau jetzt guttut.

Meine große LEMONDAYS Vision führt mich definitiv nicht in einen Alltag wie in „Der Teufel trägt Prada“. Die Zusammenarbeit mit Experten wie Redakteuren, Gastautoren, Technikspezialisten, Grafikdesignern, Steuer- und Rechtsberatern, usw. ist jedoch auch für mich einer der größten Erfolgsfaktoren. In Fettnäpfchen bin ich dabei auch schon getreten und Fehler mache ich auch. Für mich entscheidend ist jedoch die Art und Weise, wie wir miteinander kommunizieren und uns und unsere Arbeit gegenseitig wertschätzen. Jede Kooperation kann beflügeln und stärken.

Von Herzen,

Gela Löhr

Hier finden Sie LEMONDAYS, das Wechseljahre-Magazin, mit all seinen Artikeln und Interviews:

https://lemondays.de/

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Betrachtungen über Veränderung zum PICUS Geburtstag

Och nee, keine Jubiläums-PR! Diese leicht antiquierte Disziplin ist doch nur Pflichtübung. Oft genug peinlich, ganz sicher aber langweilig. “Wir sind toll und uns gibt´s jetzt schon soooo lange und das haben wir unseren Kunden und Investoren zu verdanken, die noch viel toller sind als wir!” Uff….

Was ist also die Leitidee dieses Jubiläums-Blogbeitrags?
“5 Jahre PICUS Communications – Mut zur Veränderung!”

Ich möchte heute über den Wandel sprechen. Als ich mich 2014 zur Selbstständigkeit entschied war mir klar, dass sich vieles ändern würde:
Keine regelmäßigen Zahlungseingänge mehr, dafür langwierige Akquise, aufgeschobene Projekte und jede Menge Bürokratie. Ich habe das Glück, dass mir Ungewissheit von meinen Reisen her sehr vertraut ist und keine Angst macht. Außerdem bin ich Berufsoptimistin. Ich sah für mich vor allem mehr Flexibilität in der Arbeitszeitgestaltung, mehr Entscheidungsfreiheit über das, was ich beruflich tun wollte und ich brachte viel Neugier mit, auf das, was eine Selbstständigkeit im Gepäck hat.

Der Sprung wurde abgefedert durch Kunden in meinem Umfeld, die mir den Schritt zutrauten. Menschen, die gute Erfahrungen mit mir gemacht hatten und für die es überhaupt nicht merkwürdig klang, dass ich “mein eigenes Ding” machen wollte. Für diese Unterstützung bin ich bis heute sehr dankbar.

Da noch eine weitere 5 mein Leben bestimmt (1968 geboren!) blicke ich auf einiges an Berufserfahrung zurück. In meinen Agenturjahren haben wir Pressetexte noch per Post und Fax verschickt. Hintergrundrecherche lief über Universitätsbibliotheken. Dann kam Internet für Alle und Social Media. Nun steht uns mit der Beschleunigung der Digitalisierung durch künstliche Intelligenz die nächste massive Veränderung der Arbeitswelt bevor. Ich frage mich, was dieser Wandel für meine Kunden bedeutet und wie ich mich und meine Leistungen verändern muss, damit ich Antworten liefere, auf die Herausforderungen der Zukunft.

Wenn ich über künstliche Intelligenz in der PR nachdenke, fallen mir eine Reihe von Tätigkeiten ein, die möglicherweise vor meinem Renteneintrittsalter von Computern erledigt werden. Die semantische Analyse ist heute schon so gut, dass zielgruppengerechte Pressetexte wohl auf absehbare Zeit von “R2D2” geschrieben werden können. Die Übersetzung in andere Sprachen übernimmt Google und Co.
Veranstaltungen finden online mit Hilfe von Virtual-Reality-Brillen in 3D- Konferenzräumen statt. Schön für´s Klima, weil weniger geflogen wird und mein Avatar sieht 20 Jahre jünger aus als ich! Aber was macht das mit mir, meinen Kunden, mit Journalisten, Ärzten und Patienten, wenn wir uns zunehmend in Welten bewegen, die nicht real sind? Mich treibt als Biologin auch die Frage um, wie unser Gehirn – das evolutionär noch nicht im Digitalen angekommen ist – damit zurechtkommt. Wir werden Techniken und neue Methoden am Arbeitsplatz brauchen, die uns im Gleichgewicht halten. Müssen wir nicht auch andere Wege der Kommunikation entwickeln, um uns neu zu organisieren? Ich empfinde eine gewisse innere Unruhe darüber, nicht abwarten zu wollen, wie sich die Dinge entwickeln. Ich möchte lieber mitgestalten. Da ist ein Prozess in Gang gekommen, für den ich noch mehr Raum und Zeit brauche. Dazu gleich mehr.

Spurwechsel – PICUS in der freien Redaktion

Dass ich in einer Lebensphase angekommen bin, in der sich für Frauen sehr viel verändert, habe ich oben bereits angedeutet. Ich habe den Stier bei den Hörnern gepackt und zu einem Wandel genutzt, bei dem mein Wissen als Biologin ebenso zum Einsatz kommt, wie meine Liebe zum Schreiben. Das online Magazin Lemondays richtet sich speziell an Frauen in den Wechseljahren. Ich bin mittendrin und als freie Redakteurin mit Begeisterung dabei.

Perspektivwechsel – PICUS im Sabbatical

Warum ich das Sabbatical für eine “Potenzialzeit” halte, die nicht nur Arbeitnehmern, sondern auch Arbeitgebern Vorteile bringt, habe ich einmal in einem Beitrag auf LinkedIn zusammengefasst. Dieser steht auch hier zum Download bereit. Meine Stammkunden kennen das Ritual schon, der PICUS muss alle 7 Jahre ausfliegen. Den eigenen Kulturkreis verlassen, den Kopf frei machen für frische Ideen, neue Eindrücke als Inspirationsquelle nutzen. Jetzt ist es wieder soweit. Auch das ist Veränderung. Ich tausche die Pumps gegen Trekking-Sandalen und den MINI gegen einen Land Rover. An Ostern 2019 geht es für ein Jahr Richtung Osten. Da ich das Schreiben auch in der Potenzialzeit nicht lassen kann, gibt es unsere Reisegeschichte im Autowanderer-Blog.

Platzwechsel – Gastautoren übernehmen den picus blog

Diese Neuigkeit erfüllt mich mit der größten Freude:
Persönlichkeiten mit speziellen Lebenswegen, aus meinem Netzwerk, bereichern den PICUS Blog mit ihren Innenansichten. Ich kann jetzt schon versprechen, dass Sie eine große Themenvielfalt erwartet. Freuen Sie sich also mit mir auf die nächsten Monate in denen Gastautoren an diesem Platz ihr Wissen und ihre Erfahrung mit Ihnen teilen.

Ab April 2020 bin ich wieder für Sie da.
Ich wünsche Ihnen bis dahin viel Mut zur Veränderung!

Ihre Heike Specht

Mantren zur Königsdisziplin Pressetext

Ich verrate hier etwas sehr persönliches: Meine Morgenroutine umfasst das Singen von Mantren. Das bringt mich positiv in den Tag. Wenn es später hektisch wird, kann ich mir das Gefühl wieder ins Gedächtnis rufen. Das gibt mir Gelassenheit und Energie für die Aufgaben die vor mir liegen.

Sie mögen sich jetzt zu Recht fragen, was das mit Public Relations zu tun hat. Ich sage es einmal so: Mantren sind Leitsätze, die sich bei häufiger Wiederholung in ihrer Bedeutung im Leben manifestieren. Als PR-Beraterin sehe ich es als meine Aufgabe an, meinen Kunden solche Leitsätze an die Hand zu geben.

In meiner Arbeit, nicht nur für mittelständische Unternehmen ohne eigene Kommunikationsabteilung, fallen mir wiederkehrend eine Reihe von Missverständnissen auf, wenn es um das Thema Pressetexte geht. Die folgenden Mantren sollen Hilfestellung sein, diese Herausforderung in Zukunft besser zu meistern.

“Ich habe eine konkrete Botschaft”

Die Motivation für den Pressetext ist sehr entscheidend. „Die Konkurrenz ist dauernd in den Medien und wir nie“, ist eine Beobachtung, aber kein Anlass. Gute Gelegenheiten, um auf die eigenen Stärken aufmerksam zu machen, sind unternehmerische Meilensteine wie etwa ein Neubau oder Firmenjubiläum, die Vergrößerung des Mitarbeiterteams (in einer strukturschwachen Gegend) oder Produktneuentwicklungen. Nicht mehr als drei kurze und prägnante Aussagen, die den eigenen Markenkern treffen und den Unterschied zur Konkurrenz ausmachen, sind der Grundstein für einen gelungenen Text. Beispiele belegen und beleben diese Aussagen. Wörtliche Rede unabhängiger Dritter erhöht nicht nur die Glaubwürdigkeit, sondern macht einen Text zudem emotionaler.

Ich spreche die Sprache meines Publikums”

Wann spricht uns ein Text an? Wenn er mich in meiner Lebenssituation abholt, auf meine Bedürfnisse einzahlt, mir konkrete Hilfestellung bietet, oder mein Bedürfnis nach Inhalten stillt. Daher sollten die Botschaften daraufhin abgeklopft werden, ob sie die Menschen, denen ich etwas mitzuteilen habe, auch erreichen. Dies erfordert einen Perspektiv-Wechsel, der anstrengend sein kann. Die Herausforderung wird umso größer, je vielfältiger das Publikum ist. Im Idealfall würde eine Nachricht an verschiedene Adressaten wie Investoren, Fach- oder Laienpublikum unterschiedlich sprachlich verpackt. Den Luxus verschiedener Pressemitteilungen zur selben Sache können sich aber nur wenige leisten. Daher müssen Kompromisse gefunden werden. Ein in Redaktionen willkommener Ansatz ist, den Inhalt der Meldung in leicht verständlicher Form zu Beginn zusammenzufassen.  Auch kurze, einfach formulierte Überschriften sind zwingend, denn die Redaktion entscheidet in Sekundenbruchteilen über die Relevanz einer Presse-Erklärung für ihre Leser. Unverständliches wird aussortiert.

Mein Pressetext ist eine Einladung zum Gespräch”

Ein „Aha!-Moment“ ist für so manchen die Erkenntnis, dass der Versand des Pressetextes nicht das Ende, sondern der Anfang der Kommunikation ist. Mit der Verbreitung einer Meldung signalisiere ich Journalisten, dass ich sie einlade, aktiv das Gespräch mit mir zu suchen. In einer Mitteilung von 400 bis 800 Worten kann das Thema, das dem Unternehmen so wichtig ist, selten in allen Facetten behandelt werden. Daher sollten Nachfragen von Journalisten gewünscht und nicht gefürchtet sein. Ein Presseaussand kann daher auch nur erfolgen, wenn im Nachgang Ansprechpartner aus dem Unternehmen verfügbar sind. Mein Rat ist, bereits parallel zur Entwicklung des Pressetextes mit einem schriftlichen Fragen- und Antworten-Katalog zu beginnen. Dies erfordert, sich in Journalisten hineinzuversetzen, um den Gesprächsverlauf zu antizipieren. Je nachdem wie viel Erfahrung im Umgang mit Medien besteht, ist spätestens jetzt der Zeitpunkt für ein Medientraining gekommen. Bei komplexen Sachverhalten, wie beispielsweise neuen klinischen Studien (um bei der Gesundheitskommunikation zu bleiben), tut man gut daran, anschauliches Material in Form von Grafiken, Bildern oder Schemazeichnungen bereit zu halten.

„Ich überlasse die Verbreitung meiner Nachricht nicht dem Zufall”

Kleine oder mittelständische Unternehmen haben selten hauseigene Verteiler mit Adressen von Redaktionen und Journalisten. Hierfür gibt es Dienstleister, die ihre Kontakte regelmäßig auf Aktualität überprüfen. Über die Zeit ist aber ein Netzwerk guter Kontakte zu den wichtigsten Fach-Medien des Kerngeschäfts, sowie zu Nachrichtenagenturen und regionalen sowie überregionalen Zeitungen hilfreich. Dieses Netzwerk lässt sich dadurch aufbauen, dass man den Kontakt in die Redaktion – insbesondere nach einem Presseaussand – proaktiv sucht. Dieses telefonische Nachfassen gehört zum Handwerk jeder PR-Beratung.

Darüber hinaus ist ein Pressebereich im online Unternehmensauftritt heute Standard. Dieser wird aber nur gefunden, wenn über die Mitteilung gesprochen wird. Social Media-Kanäle sind hilfreiche Werkzeuge, um die eigene Meldung auch online zu verbreiten.

„Ich analysiere und wachse an der Erfahrung”

Seitdem Information online überall und jederzeit verfügbar ist, kann sie auch gemessen werden. Zugriffszahlen auf die Originalmeldung, Verweildauer auf der Internetseite, Verbreitungsgrad bzw. Interaktion auf Social Media liefern wertvolle Informationen über die Reichweite der Meldung. Wichtig ist aber auch die inhaltliche Analyse der redaktionellen Beiträge. Bin ich richtig verstanden worden? Wurden meine Kernbotschaften übernommen? Welche meiner Aussagen wurden von den Medien als wichtig erachtet? All das kann helfen den Erfolg eines Presseaussands zu beurteilen. Evaluation ist sinnvoll, weil sie dem Lernen dient. Denn nach dem Pressetext ist vor dem Pressetext.

Diese Tipps gibt es kurz zusammengefasst als PowerPoint-Folien im Bereich Downloads.

Wären diese Mantren für Sie nichts als kalter Kaffee, hätten Sie sicher nicht bis zum Ende gelesen. Wenn Sie jetzt das Gefühl haben, ich sollte Ihnen vor der nächsten Pressemitteilung auf den Zahn fühlen und die Lücken schließen, dann nehmen Sie gerne Kontakt auf.