Bleibt alles anders – Jahresrückblog 2021

Kennt ihr den Song von Herbert Grönemeyer, in dem er schmettert: „Geh voran, bleibt alles anders. Genug ist zu wenig, oder es wird so wie es war“? Ist für ein Jahres-Motto vielleicht etwas sperrig, retrospektiv passt es aber wie die Faust auf´s Auge, denn „genug“ war  immer zu wenig und auf magische Weise wurde vieles anders, ob nun mit oder ohne mein Zutun.

Mein Jahr 2021 nahm einen fulminanten, einiges verändernden Anfang mit zwei deutlich vernehmbaren „Ja“ im großen, aber Corona-bedingt menschenleeren Saal des Standesamts in Bühl. Seither gehöre ich zu den Frauen mit Zungenbrecher-Doppelnamen. Für meine verschiedenen Arbeitsschwerpunkte nehme ich diese wieder auseinander. In der PR bin ich weiterhin Heike Specht. Als Autorin – dazu gleich mehr – publiziere ich unter dem Namen Heidi Metzmeier.

„Schreib dich glücklich“ oder „was ich mir vorgenommen hatte“

Mein Wort des Jahres 2021 war „Autorin“. Nach der Veröffentlichung meines PR-Ratgebers im Corona-Sommer 2020 hatte ich Lunte gerochen. Intensive Gesprächen mit anderen AutorInnen folgten und so entschied ich, dass die Zeit reif ist, um meine Reiseerzählungen zu Papier zu bringen. Was für ein Abenteuer! Wenn ein Blog die Kurzstrecke ist, dann ist ein Buch der Marathon. Zwischendurch habe ich einzelne Kapitel zum Probelesen gegeben. Unter anderen hat sich meine Chefredakteurin von Lemondays, Angela Löhr angeboten, die im Frühjahr selbst eine Ratgeber-Erzählung zum Thema Wechseljahre veröffentlicht hat. Das Feedback war durchweg positiv. Trotzdem hatte ich viele Phasen des Selbstzweifels, ob die Welt wirklich noch ein Buch über Abenteuerreisen braucht, ob ich den richtigen Ton treffe und ob das Konzept das ich mir überlegt habe, als Alleinstellungsmerkmal tauglich ist. Da kam mir die Unterstützung meiner Coach, der BILD-Bestseller-Autorin Sandy Mercier, gerade recht. Sie hat mit mir nicht nur an meinem Konzept gefeilt, sondern mich auch ermutigt dran zu bleiben, hinter die offensichtlichen Probleme zu blicken und damit Blockaden aufzulösen. Das war eine große Hilfe, mit der es mir gelungen ist, die erste Fassung meines Buchs vor der Jahresfrist zu beenden.

„Mein persönlicher Tipp Nr. 1 aus meinen Erfahrungen 2021 lautet daher: Wenn du ein Projekt hast, bei dem du gerade steckenbleibst oder Zweifel hast ob es sich lohnt, gönne dir einen Coach oder Berater. Das ist kein Luxus, sondern gut investiertes Geld, da du danach klarer siehst, für dich und deine Ziele. Hilfe anzunehmen ist keine Schwäche, sondern Weitsicht! Falls du Tipps brauchst, an wen du dich wenden kannst, schau mal weiter unten.“

Aus dem Buch-Projekt ergibt sich unweigerlich das Wort des Jahres 2022: „Selfpublisher“. Denn ich habe weder Lust dutzenden von Verlagen mein Exposé zu schicken, noch möchte ich mir die Fristen für mein Herzensprojekt extern vorgeben lassen. Es mag zwar Vorteile haben mit einem Verlag zu arbeiten, vor allem in Bezug auf das Marketing, aber hey, wenn ich die PR für mich selbst nicht auf die Kette kriege, dann habe ich wohl den Beruf verfehlt! Das wird ein spannender Weg, auf dem ihr mich gerne an dieser Stelle begleiten könnt.

Apropos an dieser Stelle. Meine Internetseite ist ja gerade einmal zarte drei Jahre alt, aber das Design, so übersichtlich ich es selbst finde, ist bereits aus der Zeit gefallen. Ein Projekt, das ich mir für dieses Jahr vorgenommen hatte, war das optische „Facelifting“. Zumindest der Blog hätte eine modernere Erscheinungsform bekommen sollen, in der es leichter fällt, einzelne Artikel die von Interesse sind, auszuwählen. Das Ganze natürlich SEO optimiert. Denkste! Dieses Vorhaben habe ich in meiner Projekt-Excel-Liste von einem Monat in den nächsten verschoben und wie ihr sehen könnt, ist es am Ende hinten heruntergepurzelt. Jetzt finde ich das allerdings gar nicht mehr so tragisch, denn mit meinem zweiten Standbein als Selfpublisherin braucht die Seite nicht nur eine optische Politur, sondern auch inhaltliche Überarbeitung. Ihr könnt euch also darauf freuen, dass hier in 2022 so einiges passieren wird. Dazu gleich noch etwas mehr.

„Daraus folgt mein Tipp Nr. 2: Projektpläne sind gut und wichtig, aber sie brauchen Flexibilität, sich an die Realität anzupassen. Jedes Ding hat seine Zeit und manchmal ist es sogar positiv, wenn Gras über eine Sache wächst. Wir nehmen uns ohnehin meist viel zu viel vor und sind am Ende enttäuscht, wenn von den 100 Dingen auf der Liste nur 99 gestrichen sind, statt uns zu freuen, wie weit wir gekommen sind. Bei den meisten Selbstständigen und Unternehmern haben Aufschübe eine bessere Begründung als „ich hatte keine Lust“. In der Regel war etwas anderes wichtiger. Solange wir priorisieren, ist alles gut. Also setze dir erreichbare Projektziele, überprüfe regelmäßig ob diese dem Realitätscheck standhalten und nimm dir Zeit, Erfolge zu feiern, im großen wie im kleinen Rahmen. Sei mutig selbst zu definieren, was Erfolg für dich bedeutet.“

Was es von meiner Projektliste hingegen tatsächlich ins Leben geschafft hat, ist der Aufbau einer eigenen Server-Infrastruktur, die es mir ermöglicht ortsunabhängig zu arbeiten, ohne Furcht vor Datenverlust. Wer mich kennt weiß, dass ich in Bezug auf IT zwei linke Hände habe. Außerdem ist mein Gehirn für Fragestellungen zur Technik einfach nicht verkabelt. Demzufolge war das ein angstbesetztes Thema. Mit Wolfgang Meier habe ich jedoch einen Spezialisten an der Hand, der mit unendlicher Geduld nicht nur die Hardware aufgesetzt hat, sondern auch die Software vor dem Computer immer wieder dazu bringt, die richtigen Knöpfe zu drücken. Jetzt stünde dem digitalen Nomadentum nichts mehr im Wege, wenn nicht…

…ja wenn nicht ein weiteres Vorhaben kläglich gescheitert wäre. Mein orangefarbenes Wunder nämlich, der 110er Land Rover Defender, wartet seit einem Jahr darauf, dass mich die Inspiration packt und ich mit dem Innen-Ausbau beginne. Erst in die Garage verfrachtet und dann im Hof unter einer Plane verpackt, wartet er darauf, dass mich die Muse küsst. Ich schleiche indessen mit schlechtem Gewissen um ihn herum und frage mich, wie sich so ein großes Ding in Häppchen zerlegen lässt, die ich verdauen kann, denn zur Schrauberin bin ich leider auch nicht gerade geboren. Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben! Dieses Projekt wandert also wieder auf die Liste für 2022.

Gute Gespräche – Die Highlights des PICUS Blog auf einen Blick

Was ich meinen Kunden empfehle, mache ich natürlich für meine eigenen Texte auch – Erfolgskontrolle. Ich schaue mir die Nutzer-Statistik meiner Webseite an, also wie einzelne meiner Blogbeiträge bei euch ankommen. Die Community der Blog-Leser ist inzwischen auf ca. 1500 monatlich angewachsen, was mich ein bisschen stolz macht, denn ich investiere nicht in bezahlte Werbung. Wie viele davon regelmäßige Leser sind, kann ich nicht sagen. Daher biete ich euch hier die Liste der am meisten gelesenen Beiträge an. Vielleicht ist ja etwas dabei, das ihr verpasst habt. Dann könnt ihr es in einer ruhigen Minute zwischen den Jahren nachholen:

  • Das ungeschlagene „all time high“ ist mein Gespräch über das Thema Freiheit mit Lilli Mixich Reisebloggerin und Vollzeitnomadin. Das liegt sicher am Thema, aber natürlich auch an Lilli, die so herzerfrischend humorvoll und ehrlich über ihr Leben in Bewegung spricht.

  • Als ich Dr. Alexis Katechakis als Experten für das Thema Nachhaltigkeit angefragt habe, hatte ich keine Ahnung, dass dieses Interview eine Vorlesung werden würde. Ich musste feststellen, dass ich über Nachhaltigkeit nicht annähernd so viel weiß, wie er schon vergessen hat. 3 Stunden Tonaufnahme war definitiv zu viel für einen Blogbeitrag, also haben wir das Gespräch in zwei Teile gesplittet:
    Hier geht´s zum Basiswissen Nachhaltigkeit.
    Nachhaltigkeit als Unternehmensstrategie findet ihr hier.


  • Dass ihr wirklich Fans meiner Reihe „Im Gespräch mit…“ seid, ist leicht daran zu erkennen, dass es noch ein weiteres Interview in die Top 5 geschafft hat: Der Austausch mit Dr. Reimar Schlingensiepen zum Thema Unternehmensgründung.

  • Weit oben gelandet ist ein Thema, das mir persönlich so wichtig war, dass ich es im Redaktionsplan gleich an den Anfang des Jahres gesetzt hatte: 6 Dinge, die ich mir als Selbstständige nicht mehr antue. Darin geht es um Fragen des Zeitmanagements ebenso, wie um gute Vorbereitung auf herausfordernde Kommunikation. Selbstfürsorge ist die Klammer, die alle Tipps in diesem Artikel zusammenhält.

  • Für mich besonders schön zu sehen, haben auch meine 5 häufigsten Fehler in Businessprofilen bei euch einen Nerv getroffen. Dies zeigt mir, dass ihr an PR-Basiswissen durchaus Interesse habt.

„Mein Tipp Nr. 3, der mit diesem Kapitel verbunden ist, bezieht sich auf das Thema Promotion. Wenn ihr selbst Texte verfasst, egal ob einen Blog oder Material zu eurem Geschäftsbereich, wie etwa Infografiken oder Broschüren, dann schaltet euer Netzwerk ein, um den Kreis der Leser zu vergrößern. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit LinkedIn gemacht, nutze aber auch Facebook, Instagram oder WhatsApp, um auf neue Artikel aufmerksam zu machen. Macht euch bei jedem Post bewusst, wer euch auf diesem Kanal folgt und achtet darauf, den Aspekt aus eurem Angebot hervorzuheben, der für die jeweilige Gefolgschaft relevant ist. Ein schnödes „guckt mal ich habe hier etwas neues“ reicht da eher nicht.“

Frauentalk – wer mich 2021 berührt hat

Monologe vor Bäumen im Wald oder das Verfassen epischer Texte können vielleicht eine Weile lang darüber hinweghelfen, dass gerade wenig Austausch möglich ist, aber irgendwann kommt der Moment, wo wir hungrig sind nach Kontakten, auf Inspiration von außen. Ich hatte in diesem Jahr gleich mehrfach die Freude, mit Menschen zusammenzukommen, die meinen Blickwinkel erweitert haben. Bemerkenswert daran ist, dass es hauptsächlich Frauen waren. Hier ein Auszug:

  • Silke Steigerwald hat mir den Kopf gerade gerückt, als es darum ging, den Fokus im Leben zurückzugewinnen bzw. ein Ziel klar zu formulieren. Sie ist nicht nur eine hervorragende Anti-Stress-Coach, sondern auch eine wundervolle Lebensdolmetscherin, die ihre Weisheiten und ihren Wortwitz auch als Redakteurin des Online-Magazins Lemondays zur Verfügung stellt. Unglaublich stark finde ich, dass sie auch dann noch ein Ohr für andere hat, wenn sie sich selbst gerade im Auge des Sturms befindet. So handelt man wohl, wenn der Beruf eine Berufung ist.

  • Auf Andrea Goffart wurde ich über einen gemeinsamen Freund aufmerksam. Die Ghostwriterin, Biografin und Schreibcoach geht aktuell einer wichtigen Fragen nach, nämlich der nach der „starken Frau“. Was bedeutet das und wo finden wir sie? Ich hatte die große Freude einer ihrer GesprächspartnerInnen der ersten Runde zu sein. Es wurde ein Austausch über Führungspotenzial, Vielfalt als Zukunftschance und die zweite Lebenshälfte. Hier kannst du unser Gespräch nachverfolgen.

  • Den Podcast von Claudia Münster liebe ich. Umso mehr habe ich mich gefreut, als die Transformational Coach, Business Mentorin, Autorin und Juristin mich für ein Interview angefragt hat. Mit ihr habe ich über das Reisen geplaudert, wobei es weniger um meine Erlebnisse ging, als um die Frage ob Mut wirklich wichtig ist oder ob es nicht eher darum geht, Ungewissheit zu akzeptieren. Wenn du dich von dieser Frage angesprochen fühlst, dann höre gerne hier in die Podcastfolge hinein.

  • Ilona Tamas und ich kennen uns durch die Public Relations im Gesundheitsbereich. Ich habe sie für ihren Entschluss bewundert, nach Jahrzehnten in einem „sicheren Job“ alles an den Nagel zu hängen, um endlich das zu tun, wofür sie eine echte Passion empfindet. Ilona ist heute Dozentin für weibliche Sexualkultur. Im kleinen Frauenkreis, an dem ich in diesem Jahr teilgenommen habe, hat Ilona Übungen und Trancereisen angeleitet, in denen ich mehr über mich gelernt habe, als bei allen Maßnahmen der letzten Jahrzehnte zusammen. Sie hat ein untrügliches Gespür dafür, wann Stille besser ist als jedes Wort und sie ist sehr sensibel in der Wahl ihrer Hilfestellungen. Wer einen Eindruck von ihrer Arbeits- und Denkweise bekommen möchte, dem empfehle ich ihren Gastbeitrag in diesem Blog: Dein Körper ist ein weiser Coach. 

  • Die weiter oben schon zitierte Autorin, Online-Magazin-Herausgeberin und Schreibcoach Angela Löhr hat im Spätsommer zu einer Blogparade aufgerufen mit dem Titel „Träumst du noch dein Leben oder lebst du schon deinen Traum?“ Da konnte Frau einmal mehr sehen, wieviel Power zusammenkommt, wenn Rebellinnen und Königinnen im Wechsel ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Die einzelnen Artikel sind in den Kommentaren zu diesem Post verlinkt. Mein Beitrag – der es übrigens auch in die Top 5 der PICUS-Blog-Statistik geschafft hat – geht davon aus, dass wir uns erst einmal darüber klar werden müssen, was wir wirklich wollen, bevor wir beginnen können, diese Träume zu leben. Die Tipps wie wir das herausfinden können, findest du hier.

  • Last but not least möchte ich euch die Group Fitness-Trainerin und Ernährungscoach Tine Möller,  vorstellen. Sie ist eine meiner „Online-Friends“, die es in diesem Jahr tatsächlich in mein reales Leben geschafft haben. Wir teilen nämlich nicht nur Freud und Leid der Lebensmitte und sind beide Autorinnen (Tines Buch „Schlank und fit durch die Wechseljahre“ ist gerade im riva Verlag erschienen) sondern wir haben auch die Schwäche für das Vanlife gemeinsam, also das Unterwegssein im eigenen 4×4-Fahrzeug. Auf ihrer Sommertour sind Tine und ihr Mann bei uns in Baden-Baden vorbeigeschneit und wir hatten zwei zauberhafte Tage am Rande des Nordschwarzwalds. Wer Tine auf Instagram folgt kann übrigens lernen, wie man diesen Kanal professionell betreibt. Sie scheint permanent on, ist witzig, spritzig und dabei immer ganz sie selbst.

„Mein Tipp Nr. 4 leitet sich aus meinen positiven Erfahrungen ab, sich vor der Kamera oder dem Mikrophon auszuprobieren. Ein Interview – ob nun als Videomitschnitt oder Podcast, als geschriebenes Wort oder Facebook-Live – schafft Aufmerksamkeit und Reichweite für dein Business und im besten Falle macht es Spaß. Schau dir an, wer in deinem Bereich mit Gesprächsformaten unterwegs ist und biete dich als ExpertIn für dein Themenfeld an. Wer Berührungsängste mit „live“ hat, kann sich im ersten Schritt als Gastblogger versuchen und so seine Erfahrung schriftlich ausdrücken. Gegen das Lampenfieber gibt es immer noch mich. Wir können gerne vor dem Auftritt miteinander üben!“

Das Gute so nah – Überraschungen des echten Lebens 

Online zu arbeiten war für mich das erklärte Fernziel, als ich mich vor 7 Jahren selbstständig gemacht habe. Ich hatte dabei im Hinterkopf von unterwegs tätig zu sein, damit ich die Bedürfnisse meines Reise-Gens mit meiner Passion für die Kommunikation verbinden kann. Aus online wurde „home-office“, der Grund ist hinlänglich bekannt. Auch wenn ich es durchaus begrüße, dass mit Zoom oder Teams Meeting-Software in unser Arbeitsleben eingezogen ist, so vermisse ich trotzdem den direkten Austausch mit Kollegen. In ihrem Gespräch mit mir zum Thema „new work“ hat es Jana Seifert so auf den Punkt gebracht: „Wir wollen den Schweiß der anderen riechen.“ Da ist etwas dran. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass sich die Verhältnisse kurzzeitig gebessert haben. Das gab mir die Gelegenheit bei Geschäftsreisen nach Berlin, München und Salzburg die Kollegen meines aktuellen Kunden live und in Farbe zu sehen und besser kennenzulernen. Es ist schon interessant wie das Bild, das man sich von Menschen macht, von denen man am Computer nur den Torso sieht, von der Realität abweichen kann. Die erste Begegnung im echten Leben kann da zu einer Überraschung werden: „Ich hatte ihn mir viel größer vorgestellt“ oder „Das ist aber eine quirlige Persönlichkeit“ sind Erkenntnisse, die ihr in ähnlicher Weise vielleicht teilt. Wollen wir hoffen, dass uns das im nächsten Jahr wieder verstärkt vergönnt sein wird.

Das Reise-Gen kam selbstredend zu kurz. Immerhin hat es für die Südpfalz, die Vogesen und einen Städtetrip nach Utrecht gereicht. Im Wald und zwischen den Weinbergen haben wir wunderbar Energie aufgetankt und festgestellt, dass die Auszeit gar nicht weit führen muss, um erholsam zu sein und neue Eindrücke zu bescheren.

Heike und Bruno in den Südvogesen
Auszeit in der Südpfalz
Nie ohne Lagerfeuer am Abend

Wer über Gesundheit schreibt, muss noch lange nicht gesund sein

Die wohl bitterste Pille hatte ich bereits im ersten Quartal des Jahres zu schlucken, als ich mich in der Sportklinik in Pforzheim operieren ließ, weil ich nach einem Sturz beim Wandern und entsprechenden Malaisen am linken Knie nur noch einen eingeschränkten Aktionsradius hatte. Das geht nicht, schon gar nicht mit Hund! Der Chirurg war beim Erstgespräch herzerfrischend unoptimistisch und rechnete mir eine Erfolgschance von 50 Prozent vor. Mein Glas ist glücklicherweise eher halb voll und so bin ich das Wagnis eingegangen, wohl wissend, dass das für mich zunächst bedeutete eine Woche auf der Couch zu verbringen, 8 Wochen an Krücken und insgesamt 6 Monate in der Physiotherapie. Schöne Grüße an das sehr engagierte Praxisteam Junghänel! Es war ein Erlebnis das ich sicher kein zweites Mal brauche, aber es hat der Mühe gelohnt. Ich gehöre heute zu der glücklichen Hälfte, die mit einem geflickten Meniskus wieder vernünftig laufen kann. Was die Übung mir gezeigt hat: Ein Körper der sich wohl fühlt ist etwas kostbares. Ich vermeide an dieser Stelle bewusst den Begriff „funktioniert“, weil das nach meinem Gefühl genau das Problem in unserer zielorientierten Arbeitswelt ist: Wir fokussieren bei unserem Körper wie in unserem Job allzu oft auf Funktionsoptimierung und Leistungsmaximum und ignorieren dabei völlig, dass das Leben passiert, während wir mit KPIs beschäftigt sind. Die gesunden Jahre bekommen wir nicht zurück.

„Gerade als Texterin für Gesundheitsthemen bin ich täglich damit konfrontiert, dass Krankheiten uns ohne Vorwarnung und ohne familiäre Vorgeschichte treffen können. Ich werde jetzt nicht das hohe Lied auf die gesunde Lebensweise anstimmen, aber ich plädiere dafür
– und das ist Tipp Nr. 5 – gelegentlich inne zu halten und dankbar zu sein für das Haus in dem unser Geist wohnt.
So wie wir zwischen den Jahren gerne die Wohnung ausmisten, wäre jetzt vielleicht ein guter Zeitpunkt, um unserem Körper, der uns meist klaglos durch den Tag trägt, etwas richtig Gutes zu tun. Ausschlafen zum Beispiel, denn im Schlaf findet sehr viel Regeneration statt.“

Während ich diese Zeilen schreibe, warte ich übrigens auf das Ergebnis meines PCR-Tests, denn mein letzter Corona-Schnelltest war positiv. Schockstarre trifft meinen Zustand wohl am besten. Die Quarantäne fällt mir schwer. Nach 48 Stunden kommt die Entwarnung. Meine Erleichterung ist kaum in Worte zu fassen. Die Übung ermahnt mich zu mehr Achtsamkeit in der aktuellen Situation. “Ich bin ja gebooste(r)t”, ist kein Freibrief, Normalität sieht immer noch anders aus. Mein flatterndes Herz ist bei den Akteuren des Gesundheitswesens, die in diesem Wahnsinn schon seit 2 Jahren alles geben, bei allen, die durch Corona einen lieben Menschen verloren haben und bei den vielen tausend Menschen, die an Corona und seinen Folgen leiden, ob nun körperlich, seelisch oder wirtschaftlich.

Ausblick auf 2022

Wer bis hierhin gelesen hat gehört ganz offenbar zu den eisernen Fans dieses Blogs, immerhin überschreiten wir gerade die Grenze zu 3000 Worten. Du willst also wirklich wissen, wie es hier weitergeht.

Der Blog bleibt, so viel ist sicher und mit ihm die beliebte Interview-Serie. Hier würde ich mich über Anregungen aus den Reihen meiner Leser freuen, denn ihr kennt ganz sicher interessante Persönlichkeiten, die zu den Themen moderne Arbeitswelt, Kommunikation oder Gesundheit etwas zu sagen haben. Wenn du ein spannendes Thema hast, das zu diesem Blog passt oder mir jemanden vorschlagen möchtest, dann schick mir gerne eine Mail.

Die Inhalte des Blogs werden sich verändern, denn mit meiner eigenen Transformation hin zum Schwerpunkt Autorin/Texterin werde ich zunehmend über eine breitere Themenvielfalt sprechen, Aspekte die mir im Alltag und Berufsleben begegnen, über die ich schreibend reflektiere. Dabei behalte ich natürlich meine Zielgruppe der Selbstständigen und Unternehmer im Blick. Es wird auch weiterhin Tipps zur PR geben, aber nicht mehr in der Intensität wie bisher, da ich festgestellt habe, dass die spezifischen Artikel zum PR-Handwerk kaum Leser finden. Frau muss sich verabschieden können von Traditionen, die nicht mehr funktionieren.

Ich bin sehr neugierig zu erfahren wer du bist, lieber Leser und liebe Leserin. Je konkreter mein Bild von dir ist, umso besser kann ich auf deine Bedürfnisse eingehen. Komm gerne aus der Anonymität und erzähle mir in den Kommentaren etwas über dich und dein Arbeitsfeld. Welche Fragen brennen dir gerade unter den Nägeln? Welche Hilfestellungen in Bezug auf Kommunikation wünschst du dir von mir? Über welches aktuelle Thema würdest du gerne einen Standpunkt lesen?

Ich selbst werde mich 2022 in das Abenteuer Buchveröffentlichung und -Promotion werfen und eine ganze Menge dazulernen dürfen. Die Idee zu meinem nächsten Buchprojekt ist auch schon geboren. Ein Roman, mehr wird noch nicht verraten.

“Der PR bleibe ich natürlich weiterhin treu und ich bedanke mich von ganzem Herzen bei allen, die mir in diesem Jahr ihr Vertrauen geschenkt haben, ihre Projekte zu betreuen und sie mit meiner Expertise zu begleiten.

Euch allen wünsche ich nun ein fröhlich-erholsames Weihnachtsfest, ein paar schöne Tage zum Durchatmen und einen furiosen Start ins Jahr 2022 das erfolgreich, gesund und auch ein wenig überraschend verlaufen möge!”

Mit Sonne im Herzen und Weihnachtskugeln im Haar

Eure

Heike

P.S.: Auch den Newsletter wird es 2022 wieder geben, in der gewohnt niedrigen Frequenz, aber immer dann, wenn ich wirklich etwas zu sagen habe. Möchtest du keine Blogbeiträge mehr verpassen? Dann trage dich jetzt hier ein:

Was ist es, was du wirklich, wirklich willst?

In meinem Interview, mit Jana Seifert von CommHa Consulting, hat sie während des Gesprächs eine Frage aufgeworfen, die immer noch in mir nachhallt: „Was ist es, was du wirklich, wirklich willst?“

Ist das nicht DIE zentrale Frage, die wir uns – nicht nur in Bezug auf unsere Arbeit – sondern für unser ganzes Leben stellen sollten? Verschmelzen nicht über die Antworten auf diese Frage die Räume zwischen Arbeit und Freizeit, Job und Familie, Beruf und Berufung?
Allein, die Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Oder doch?

Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, dann fällt mir auf, dass ich damals genaue Vorstellungen davon hatte wie es sein würde, mein Leben. Mit einer Freundin zusammen habe ich aus Zeitschriften Bilder ausgeschnitten und daraus Fotoalben gebastelt. Darin war eine Familie mit zwei Kindern zu sehen, Urlaub am Meer und ein Haus mit Garten. Auf die Frage, was ich später einmal werden will, habe ich geantwortet „Krankenschwester“. Waren das Kinderträume oder bereits erste konkrete Antworten auf die Frage, was ich vom Leben will?

Möglicherweise verändern sich unsere Träume im Laufe der Jahre. Zumindest auf mich scheint dies zuzutreffen. Als ich älter wurde hatte ich zahlreiche Tagträume, während der Schulunterricht mehr oder weniger unbemerkt an mir vorbeizog. Ich sah mich als Sängerin in einer Pop-Band, als Schauspielerin, wollte vom schwarzgelockten Jungen aus der Nachbarschaft geküsst werden und unbedingt nach Amerika reisen.

Dann passierte mir das Leben und die Träume wurden ersetzt durch Fragen: Kann ich das? Bin ich gut genug? Was kann ich tun, um noch besser zu werden? Kann ich das erreichte festhalten? Was, wenn alles den Bach hinuntergeht? Insbesondere letzteres war nicht hilfreich, denn Wesentliches ging den Bach hinunter. Alpträume.

Was hingegen meine Reiseträume angeht, bin ich sehr erfolgreich, sie in die Realität zu holen. Ich habe mich gefragt, warum das so ist und folgende Antwort gefunden: Weil ich konsequent verfolge, was zu tun ist. Gegen alle Widerstände und ungeachtet dessen, was ich dafür aufgeben muss, selbst den sicheren Job. Offenbar ist das etwas, was ich wirklich, wirklich will!

Ich habe den Mondaufgang über dem Mount Kilimanjaro bestaunt, bin mit Löwengebrüll eingeschlafen, habe Berggorillas in die Augen gesehen und so manches andere Abenteuer erlebt, dass rückblickend eine gute Geschichte ist, im Moment des Erlebens aber sehr viel Überwindung gekostet hat.

Aus meiner Umgebung höre ich häufiger den Satz: „Du bist so mutig.“ Ich habe für  Mut eine neue Definition gefunden:

„Mut ist die Fähigkeit das zu tun was uns wichtig ist, ohne zu wissen, wie es ausgeht.“

Unterwegs habe ich viele Gleichgesinnte getroffen. Menschen, die neugierig sind auf die Welt. Die wissen wollen, was hinter dem Horizont liegt. Die hungrig sind nach der Erfahrung im Unbekannten. Einige von ihnen hatten ihre Expeditionsmobile mit dem Spruch versehen: “Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum.“

Wie es der Zufall will ist genau dies das Motto der diesjährigen Blogparade des online-Magazins Lemondays, nur dass es die Chefredakteurin Angela Löhr als Frage formuliert: „Träumst Du noch dein Leben, oder lebst Du schon deinen Traum?“

Wer mich schon länger kennt weiß, dass ich ein glühender Fan bin dieses Magazins für die Lebensmitte. Hier geht es um mehr als Tipps und Tricks für Frauen im Umgang mit ihren Wechseljahren. Über die letzten 5 Jahre ist eine echte Community von Königinnen und Rebellinnen entstanden, die sich gegenseitig unterstützt und bereichert. Das Ziel – den Wechsel als Chance zu etablieren  – erfüllt das Redaktionsteam Artikel um Artikel und mit jedem Facebook-Post.

Jetzt also die Frage an dich:
Träumst du noch dein Leben, oder lebst du deinen Traum?

Der Traum ist ein guter Anfang. Wichtig finde ich zu erkennen, ob es eine Träumerei bleiben darf (ja ich singe immer noch, allerdings nicht vor Publikum, sondern unter der Dusche und beim Staubsaugen) oder ob du darauf brennst, ins Tun zu kommen. Wenn es schon bei der Vorstellung davon im Bauch kribbelt, wenn du alle Hebel in Bewegung setzt, um dem Ziel näher zu kommen, wenn du dabei Zeit und Raum vergisst, nicht müde wirst, sondern der Eifer dir Energie gibt, dann sind dies Anzeichen, dass du der Antwort auf die Frage was du wirklich, wirklich willst schon sehr nahe bist.

Mir hilft das Ziel zu visualisieren, mir vorzustellen wie es ist, wenn ich das tue, was ich wirklich, wirklich will. Ich kann sehen wie du mit den Augen rollst, aber ich sage es trotzdem: Auch ich habe mich schon im Studio neben Markus Lanz sitzen sehen oder auf einer Bühne mit Oprah Winfrey. Think big! Alles ist erlaubt. Gehe mit der inneren Haltung an die Sache heran, dass dein Traum bereits Realität ist.

Apropos Berühmtheiten. Claudia Münster hat mit der 100sten Ausgabe ihres Podcasts „Les Gens Tastique“ diese Blogparade eröffnet. Sie beleuchtet darin den Aspekt, ob das was wir als persönlichen Erfolg anstreben uns Freiheit gibt oder nimmt. Interessante Nuss, die sie auf die ihr eigene Weise knackt!

Auf dem Weg zur Erfüllung persönlicher Träume empfinde ich diese Elemente als hilfreich:

  • Lass dich nicht kleinreden. Umgib dich mit Menschen, die deine Vision teilen und daran glauben, dass du es schaffen kannst.
  • Sieh Hürden als Test für deine Persistenz. Sie sind ein Indikator dafür, dass du auf dem richtigen Weg bist. Arbeite nicht problem- sondern lösungsorientiert.
  • Sprich über das was du vorhast möglichst früh. Zum einen ist das ein Trick, um aus der Nummer nicht mehr so leicht aussteigen zu können. Zum anderen öffnen sich dadurch Türen zu Menschen, die dir helfen können.
  • Tritt Interessengruppen, Fachgesellschaften oder Vereinen bei. Baue dir ein Netzwerk von Gleichgesinnten auf. So must du nicht jedes Rad neu erfinden und hast moralische Unterstützung, wenn es einmal nicht so gut läuft.
  • Erstelle einen Plan mit kleinen realistischen Schritten. So bleibst du motiviert und kannst stetig Zwischenziele als Erfolge feiern.
  • Habe den Mut zuzugeben, was du nicht kannst. Wenn bestimmte Fähigkeiten für deinen Weg unumgänglich sind, schau dich im großen Universum der online-Kurse oder YouTube-Tutorials um. Es gibt (fast) nichts, wofür nicht eine Weiterbildung angeboten wird.
  • Nimm Hilfe an. Manchmal stecken wir fest und wissen nicht einmal mehr, welchem Traum wir gerade nachlaufen. Gibt es in deinem Netzwerk vielleicht eine Person, die du dir als Mentor vorstellen kannst? Sonst gönne dir einen Coach. Für so ziemlich jede Lebenslage gibt es jemanden, der dir auf systematische Weise helfen kann, deine Baustellen zu sortieren. Auf persönliche Anfrage spreche ich gerne meine Empfehlungen aus.
  • Zu guter Letzt, vor allem für Frauen: Keine Selbstzweifel mehr! Höre nicht auf die Leute da draußen die behaupten es braucht nicht noch mehr Yogalehrerinnen, Heilpraktikerinnen, Schriftstellerinnen, Musikerinnen…

Welche Antwort habe ich für mich gefunden?

Beruflich bin ich ein Baukasten, dem ich immer wieder neue Teile hinzufüge, die mich komplettieren: Technische Assistentin, Biologin, Kommunikationsberaterin, Bloggerin, online-Redakteurin und nun Autorin. Ich weiß inzwischen, was ich wirklich, wirklich will und das ist schreiben!

Mein Erstlingswerk war ein eBook, (natürlich) ein PR-Ratgeber. Danach hatte ich Lunte gerochen. So habe ich entschieden, meine Energien in ein Buch zu investieren, in dem ich meine Reise-Abenteuer erzähle. So entsteht im Selbstverlag ein Reiseratgeber, der im nächsten Jahr veröffentlicht wird. Ein dickes Brett, bei dessen „Bohrung“ ich mir die 8 Tipps von oben selbst zu Herzen nehme.

Wenn du mich bei diesem Abenteuer begleiten möchtest, dann folge mir gerne auf Instagram unter meinem Autoren-Account @heidimetzmeier.

Egal ob du noch am Anfang deiner Karriere stehst oder dich in der goldenen Lebensmitte befindest. Ich wünsche dir, dass du den Mut findest, deine Träume auszusprechen, den Tatendrang entwickelst, sie in dein Leben zu rufen, um damit zu dem Menschen zu werden, der du wirklich, wirklich sein willst.

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Drei erstaunliche Alternativen zum Pressetext

 

Journalisten beklagen sich mit schöner Regelmäßigkeit über schlecht geschriebene Pressemitteilungen und lästige Telefonate, um auf dieselben hinzuweisen. Aussagekräftige Presseinformationen sind allerdings – das gehört auch zur Wahrheit – immer noch ein wichtiges Fundament journalistischer Berichterstattung.

Wie ein Pressetext aussieht, der tatsächlich gelesen wird und wie du vorgehen kannst, um Journalisten mit deinen News zu erreichen – statt zu nerven – habe ich schon einmal in diesem Blogbeitrag zusammengefasst.

Im heutigen Beitrag möchte ich dir aufzeigen welche alternativen Wege du beschreiten kannst, um deine Unternehmer-Geschichte oder persönliche Erfolgsstory auf andere Weise zu erzählen.  Ein Kollege hat das Prinzip das diesen Möglichkeiten zugrunde liegt einmal sehr treffend so beschrieben:

„Geh dort fischen wo die Fische sind, sonst bleibst du am Abend hungrig!“

Will heißen: Statt die große Welle zu machen, um die Aufmerksamkeit auf dich zu lenken, wende dich dort hin, wo die Aufmerksamkeit deiner Kunden bereits ist. So kannst du deine Botschaften gezielt und elegant zu den Menschen bringen, die dich und dein Angebot kennen sollten.

1. Der LinkedIn-Artikel

Soziale Netzwerke sind ein guter Startpunkt, um Menschen abzuholen. Facebook, Twitter und Co. haben allerdings den Nachteil, dass du nur wenige Zeichen zur Verfügung hast, um deine Geschichte zu erzählen. Anders LinkedIn: Das soziale Business-Netzwerk hat sich inzwischen zu einer Plattform entwickelt, die, über Arbeitgeber und Arbeitnehmer hinaus, auch Businesspartner zusammenbringt.

CEOs großer Unternehmen haben LinkedIn schon länger für sich entdeckt, um am Image zu feilen, oder große strategische Themen ihren Kunden und  Mitarbeitern nahezubringen. Ein Vorteil ist, dass zwischen verschiedenen Formaten gewechselt werden kann: Text, Bild und Video, selbst Präsentationen und Folien, alles kann eingebunden werden. Wer sich ein positives Beispiel anschauen möchte, dem sei der Account des VW-Chefs Herbert Diess empfohlen. Was ihn auszeichnet: Er ist persönlich, authentisch, nahbar und arbeitet scheinbar ohne Skript. Wenn er in „Diess testet“ eine seiner Marken spontan auswählt und Probe fährt, ist man schon gespannt was dabei am Ende herauskommt.

Wer sich nicht gleich vor die Kamera traut, für den sind die LinkedIn-Artikel eine gute Option. Sie werden im eigenen Profil veröffentlicht und bieten mehr Raum als der klassische Beitrag. So wird LinkedIn zur echten Alternative für einen eigenen Blog. Über den Feed lassen sich die Artikel verbreiten und können so gelikt, geteilt und auch kommentiert werden. Damit helfen dir deine Follower die Reichweite des Artikels zu erhöhen. So entsteht Aufmerksamkeit bei bestehenden und potenziellen Kontakten und dein Netzwerk wächst in den Zielgruppen, die für dein Business tatsächlich relevant sind.

Wie für einen Blog, gilt auch bei einem LinkedIn-Artikel auf Keywords zu achten. Verwende also die Begriffe im Text, um über deine Dienstleistung oder deinen Business-Bereich zu sprechen, nach denen Leser im Netz tatsächlich suchen. Wenn du nicht sicher bist, welche Fragen Kunden im Internet zu deinem Thema stellen, dann schau mal bei https://answerthepublic.com. Dort erfährst du es, auch in der kostenfreien Variante (unbezahlte Werbung).

Für die Beiträge, über die du deine Artikel verbreitest, ist eines ganz wichtig: Nutze die Funktion der Hashtags, denn über sie werden deine Artikel auch von Menschen gefunden, die noch nicht zu deinen Followern gehören, aber einen Bezug zu deinem Thema haben.

Und als letzten Tipp: Hefte den Beitrag zu deinem Artikel an dein Profil an. Damit wirst du für andere LinkedIn-Nutzer interessanter und gewinnst neue Follower. An meinem LinkedIn Profil kannst du übrigens gut sehen, wie das praktisch aussieht.

2. Der Gast(beitrag)

Eine weitere Möglichkeit deine Geschichte einem größeren Netzwerk bekannt zu machen ist, die Reichweite bereits populärer Menschen, sogenannter Influencer, zu nutzen. Dazu ist zunächst Recherche nötig: Welche Blogger, Podcaster, Gruppierungen vertreten die gleichen Interessen wie du? Wer wird in deinem Themenbereich als besonders glaubwürdig wahrgenommen? Wem hören Medien heute zu, wenn es um deine Kernthemen geht? Bist du beispielsweise Schriftstellerin, willst du wissen welchen Buchbloggern die Community folgt. Wenn du Coach bist, möchtest du erfahren, welche Podcaster ihre Inhalte für die gleichen Zielkunden produzieren.

Nimm Verbindung über Social-Media Kanäle auf, schreibe Personen gezielt an und bitte sie um ein Gespräch. Nutze Netzwerktreffen oder Veranstaltungen, um persönliche Kontakte aufzubauen. Mische dich in Diskussionen um relevante Themen ein. Wichtig beim aktiven Networking ist, dass du echtes Interesse an deinem Gegenüber hast und der Austausch zum beiderseitigen Nutzen verläuft. Wenn sich die Gelegenheit bietet, kannst du beispielsweise den Food-Blogger darum bitten, deinen Weg zum eigenen Restaurant auf seinem Blog als Gast zu erzählen. Manche Blogger veranstalten auch Blogparaden. Das sind zeitlich begrenzte Thementage, für die ein gastgebender Blogger seine Plattform öffnet, um anderen die Gelegenheit zu geben, relevante Artikel einzureichen. Das erzeugt besonders hohe Reichweiten, weil sich alle teilnehmenden Blogger an der Promotion beteiligen und somit eine hohe Zahl an Followern erreicht wird.
Ein Beispiel einer Blogparade an der ich mit einem Artikel teilgenommen habe (es geht um eines meiner Lieblingsthemen, die goldene Lebensmitte) findest du hier: https://lemondays.de/wechseljahre/bettgefluester/

Das Podcast-Format erlebt gerade seine Blütezeit, mit Stand April 2021 gab es weltweit 2 Millionen Podcasts mit 48 Millionen Folgen. Viele Podcaster sind auf der Suche nach Gesprächspartnern mit guten Geschichten, nach außergewöhnlichen Lebenswegen, nach emotionalen Achterbahnfahrten mit Happy End. Wenn deine Unternehmensgeschichte dieses Potenzial hat und dir ein Mikrophon keinen Schrecken einjagt, solltest du nicht zögern, dich als Interviewpartner anzubieten. Eine Webseite auf der du themenspezifisch nach Podcasts suchen kannst ist https://www.listennotes.com (unbezahlte Werbung).

3. Bewerbung auf Ausschreibungen und Preise

Meine dritte Empfehlung mag für dich vielleicht klingen wie ein Lotterie-Spiel: Hoher Einsatz, kein Gewinn. Lass dich überzeugen! Zum Einen gibt es ein Meer an jährlich ausgelobten Preisen für fast jeden Arbeitsbereich, angefangen von der Wissenschaft über die Kultur und den Sport bis hin zu Wirtschaft und Unternehmertum.  Zum Anderen sind Orchideenbereiche dabei, auf die sich nicht gleich die gesamte Republik bewirbt, du also echte Chancen hast, eine der begehrten Trophäen mit nach Hause zu nehmen.

Was macht nun einen Wettbewerb für dich so attraktiv, dass der Aufwand der damit verbunden ist sich lohnt? Das Preisgeld (wenn es überhaupt eines gibt) ist es in den seltensten Fällen. Vielmehr genießt du den Vorteil, dass sich die Organisatoren um die Public Relations kümmern. Dabei handelt es sich häufig um Stiftungen, Institutionen oder Unternehmen, die versiert sind in Umgang mit Medien. Sie erstellen beispielsweise Pressetexte über die Teilnehmer auf der Shortlist (also nicht nur die Gewinner), auf den Internetseiten zum Preis werden einzelne Bewerber vorgestellt, Medieninterviews schon im Vorfeld zur Verleihung vermittelt. Als Veranstalter pflegen sie intensive Beziehungen zu den Medien, so dass eine hohe Reichweite garantiert ist. Schließlich werden die meisten renommierten Preise bereits seit Jahren vergeben. Je nach Preis kann die Verleihung auch im Fernsehen übertragen werden. Als Beispiel sei hier der Deutsche Innovationspreis, unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, genannt. Bist du einmal bei Journalisten als Experte auf deinem Themengebiet bekannt, ist die Wahrscheinlichkeit sehr viel höher, dass sie dich in Zukunft proaktiv kontaktieren.

Ein Preis ist ein Gütesiegel mit Langlebigkeitsstatus. Bist du der „Künstliche-Intelligenz-Champion Baden-Württemberg 2020“, dann steigert das deine Reputation und beeindruckt beispielsweise potentielle Investoren auch in drei Jahren noch. Das Logo des Preises darf daher auf deiner Webseite einen prominenten Platz bekommen und im E-Mail-Abbinder sowieso.

Wer einen Preis gewonnen hat schüttelt viele Hände, darunter auch die von V.I.Ps, womit wir wieder bei den Influencern wären. Nutze diese Chance zum Networking und halte Kontakt auch über die Veranstaltung hinaus. Wenn es sich um branchenspezifische Veranstaltungen handelt, ergeben sich aus diesen Kontakten möglicherweise weitere Chancen, dich ins Gespräch zu bringen. Dies gilt insbesondere für Kontakte zur Politik. Ich hatte einmal das Glück für den Gewinner des „Bayerischen Innovationspreises“ zu arbeiten. Als es kurz darauf um die Zukunft der Biotechnologie-Industrie ging, wurde das Unternehmen zur Diskussionsrunde in die Bayerische Staatskanzlei eingeladen. Das hat Gestaltungsspielräume eröffnet, die zuvor niemals möglich gewesen wären.

Jede Unternehmensgröße und jede Branche hat ihre eigenen „Heldenmacher“. Um dich für die Suche nach dem geeigneten Award für dein Herzensbusiness  zu inspirieren, stelle ich dir hier noch einige Links zusammen:

Preise für den Mittelstand: https://www.wlw.de/de/inside-business/aktuelles/awards-fuer-den-mittelstand-zeichnen-ihr-unternehmen-aus

Wirtschaftspreis der deutschsprachigen Länder Europas mit 200 verschiedenen Kategorien: https://stevieawards.com/gsa/über-die-stevie-awards-0

Übersicht über Marken und Innovationsawards: https://www.visable.com/de_de/magazin/wissen/industrie-awards

Was allen genannten Möglichkeiten – ebenso wie dem Pressetext – zugrunde liegt ist deine Geschichte. Diese so zu gestalten, dass sie für deine Kunden, Kooperations- und Netzwerkpartner und schließlich auch für Medien interessant ist, dabei kann ich dir helfen.

Egal für welchen der Wege du dich entschieden hast, wenn du dir dabei professionelle unterstützen wünschst, dann sprich mich gerne an. Bist du eingeladen deine Erfolgsstory in einem Podcast zu erzählen und hast Angst vor dem Mikrophon? Hast du ein Interview vereinbart und bist unsicher, wie du dich dabei verhalten sollst? Ich biete dir mein professionelles Training an, gerne auch online.

Wenn du aus diesem Artikel etwas für dein Business gelernt hast, oder wenn du Fragen dazu hast, lass mir gerne einen Kommentar da!

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