Gedanken zum Welt-Menopause Tag aus dem Epizentrum des Wechseljahresgeschehens

Der 18.10. ist Welt-Menopause Tag

Dieser Tag erinnert also an die letzte Regelblutung der Frau. Autsch! Tabuthema! Aber genau deshalb gibt es diesen Tag: Weil über die Wechseljahre – diese für Frauen so kritische Lebensphase – viel zu wenig offen gesprochen wird. Nicht mit dem Partner, nicht mit der Freundin und schon gar nicht mit Kollegen. Manchmal nicht einmal mit dem Arzt. Eigentlich unverständlich, denn immerhin geht die Hälfte unserer Gesellschaft durch diese Zeit, alleine in Deutschland derzeit 14 Millionen Frauen.

Ich mag den Begriff Menopause nicht, denn da macht nichts Pause. Im Gegenteil, plötzlich ist Chaos, weil die Geschlechtshormone sich mit Pauken und Trompeten verabschieden. Mein Körper muss sich auf diese Tatsache einstellen und das dauert mehrere Jahre. Was es bedeutet in den Wechseljahren zu sein, davon kann ich ein Lied singen, denn ich bin mittendrin. Wer darauf verzichten kann mich derart persönlich kennen zu lernen, dem empfehle ich jetzt auszusteigen.

Da unsere Hormone auf so ziemlich jedes Organ und fast alle Prozesse im Körper Einfluss nehmen, ist die Liste der Dinge die aus der Bahn geraten – wenn die Hormone auf und ab tanzen – nahezu unendlich. Bei mir liest sich das so: Hitzewallungen, Schlafstörungen, Schwindelanfälle, Gewichtszunahme, Gelenkschmerzen, Haarausfall, Scheidentrockenheit, außerdem häufigere Blasenentzündungen und Migräneanfälle. Und nicht zu vergessen Stimmungsschwankungen mit Gefühlsanwandlungen die mir bisher völlig fremd waren, Wut zum Beispiel. Zugegeben: Ich gehöre zu dem Drittel das seine Leidensfähigkeit in besonderer Weise trainieren darf. Die gute Nachricht für alle die es noch vor sich haben: 2/3 der Frauen haben nur mäßige bis gar keine Beschwerden.

Wichtig ist, dass wir vorbereitet sind wenn es auf uns zukommt, denn sonst können uns die teils wilden (Herzrasen!), zusammenhanglos erscheinenden, Symptome ganz schön aus der Bahn werfen. Gynäkologen bestätigen, dass viele Betroffene eine Odyssee durch die Wartezimmer der Kollegen unterschiedlicher Fachdisziplinen hinter sich haben, bis einer auf die Idee kommt die Frauenärztin einzuschalten, weil es sich bei einer Frau um die 50 vielleicht um Wechseljahres-Beschwerden handeln könnte. Die Vorsorge ist übrigens umso wichtiger, wenn du an chronischen Erkrankungen wie etwa Diabetes leidest. Wir sind eben individuell und so ist auch unser Beschwerdebild.

Aber Information ist nur die eine Seite. Schön wäre, wenn man/Mann uns in dieser Zeit mit Verständnis begegnete, denn es ist schon peinlich genug, wenn uns im Meeting der Schweiß in Sturzbächen den Rücken hinunterläuft. Da können wir auf lästerlichen Flurfunk (und ob es den gibt!) gut verzichten.

Sex macht uns immer noch Spaß, aber wir genießen jetzt langsamer und mit etwas Unterstützung für die Schleimhäute.
Die Wechseljahre heißen auch manchmal die zweite Pubertät. Wenn im gleichen Haushalt Kinder leben, die gerade durch die erste Pubertät gehen, besteht Explosionsgefahr! A propos Kinder: Der Abschied von der Fruchtbarkeit ist eine Zäsur. Besonders hart kann das Frauen treffen, die frühzeitig in die Wechseljahre kommen und ihren Kinderwunsch gar nicht erfüllen können. Da platzen mit den letzten Eibläschen ganze Lebensträume. Das macht uns verletzlich.

Und zu all dem gesellen sich Gedanken über unsere Zukunft. Das Ende der Fruchtbarkeit lässt uns automatisch über das Alter nachdenken. Wir fragen uns, was in der zweiten Lebenshälfte für uns noch drin ist.

Darin liegt letztlich unsere große Chance! Wir können uns noch einmal neu erfinden, frische Ziele anpeilen, andere Wege ausprobieren. Viele Frauen schlagen einen neuen Karrierepfad ein oder nehmen Träume in Angriff, die lange aufgeschoben wurden. Das ist das Positive am Wechsel, das ich mit dem WMT verbinde.

Und weil es mir so wichtig ist den Schleier des Schweigens über den Wechseljahren zu lüften – dazu beizutragen dass wir gemeinsam stark sind – engagiere ich mich!

1. Wechseljahres-Onlinekongress in deutscher Sprache von Frauen für Frauen

Dieser wird veranstaltet vom unabhängigen Online-Magazin Lemondays, das ich in diesem Fall als Redakteurin, Moderatorin und PR-Referentin unterstütze.

Hier die Facts:

  • Titel: „Mit Knowhow und Lebensfreude durch den Hormondschungel“
  • Wann: -12.11.2020
  • Voraussetzung zur Teilnahme: Anmeldung unter https://wechseljahreskongress.online
  • Kosten: Keine Kosten, kein Haken!

Wie funktioniert die Teilnahme?

  • Während der 7tägigen Veranstaltung werden täglich E-Mails mit Zugängen zur Kongressplattform, dem Kongresskalender, Experten-Informationen und allen weiteren wichtigen Details zum Kongressablauf versendet.

Was ist Kongressinhalt?

  • Das Herzstück der Veranstaltung sind Interviews mit mehr als 25 Experten ihres Fachs, die über alles Facetten der Wechseljahre aufklären, motivieren und praktische Tipps geben. Wir haben auch einen prominenten Überraschungs-Gast.
  • Wir betrachten die Wechseljahre ganzheitlich und sprechen daher nicht nur mit GynäkologInnen (u.a. Dr. med. Anneliese Schwenkhagen), sondern auch mit Heilpraktikern (z.B. Alex Broll), Bewegungs- und Sexualtherapeuten (Ilona Tomas und Tine Möller) , Anti-Stress-Trainern (Silke Steigerwald) und Coaches (Alexandra Cordes-Guth). Wir sprechen mit der Apothekerin  Ann-Katrin Kossendey-Koch) über den Darm und über gesunde Ernährung – auch nach der traditionellen chinesischen Medizin (Katharina Ziegelbauer). Es geht um Hormonyoga (Sunita Ehlers) und den Einfluss von Umweltgiften auf unseren Hormonhaushalt (Prof. Dr. med. Ingrid Gerhard). Mit Bettina Hertzler kümmern wir uns um Hüftgold und Stilfragen und nehmen uns mit der Komikerin Sabine Bode selbst ein bisschen auf den Arm.
  • Ab dem ersten Kongresstag stehen allen angemeldeten Teilnehmern täglich 3-4 neue Interviews für 24 Stunden kostenfrei zur Verfügung.
  • Wer Interviews verpasst oder später anschauen möchte, kann das Kongresspaket mit dauerhaftem Zugang zu allen Interviews bestellen.  Vor Kongressbeginn zum Schnupperpreis!

Ich hatte die große Freude einige der Experteninterviews zu führen. Was mir besonders in Erinnerung geblieben ist: Die Gesprächspartner sind sich alle einig, dass die Wechseljahre kein Damoklesschwert sein müssen, sondern dass wir gut durch diese Zeit kommen können, wenn wir uns bewusst dafür entscheiden uns um uns zu kümmern, mit Achtsamkeit für die Bedürfnisse unseres Körpers und die Botschaften aus unserem Inneren über das, was an Potenzial in uns steckt.

In einem Video das wir eigens für den Welt Menopause Tag zusammengestellt haben erklären unsere Expertinnen, warum sie es wichtig finden, dass offen über die Wechseljahre gesprochen wird.

Ich möchte euch diesen Zusammenschnitt sehr ans Herz legen!

Mir hat das sehr viel Auftrieb gegeben und ich wünsche mir für euch, dass ihr ganz viel Information, Inspiration und Mut mitnehmt und vielleicht Menschen kennenlernt, die euch auf eurem Weg durch den Wechsel begleiten können.

Sehen wir uns zum Kongress? Melde dich jetzt an unter: https://wechseljahreskongress.online

Du hast Fragen zum Kongress? Dann schreibe mir gerne eine Mail an:

heike.specht@lemondays.de

Ich freue mich auf dich!

Deine

Heike

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