Im Gespräch mit: Dominic Hippert – über soziales Management

Der Walk of Care hat soeben ein Solidaritätsvideo veröffentlicht und damit die Initiative #gibuns5 gestartet. Prominente und Pflegende machen dabei gemeinsam darauf aufmerksam, dass eine gut aufgestellte Pflege für uns alle wichtig ist. Das folgende Interview zeigt, wie soziales Management zu einer guten Situation in der Pflege beiträgt. Mein Interviewpartner, Dominic Hippert, unterstreicht  im Gespräch die Forderung nach mehr Unterstützung für das Personal in der Pflege.

Mein heutiger Gesprächspartner ist ein südkoreanisches Findelkind, das im Alter von 7 Jahren von einem deutschen Lehrer-Ehepaar adoptiert wurde. Hausmusik im klassischen Stil war der Rhythmus seiner Jugend. Die Standard-Frage der Verwandtschaft mit durchwegs pädagogischem Hintergrund, „Wie können wir dir helfen?“, hat damals noch genervt. Heute ist das Helfen seine Berufung. Dominic Hippert ist Geschäftsführer der Schwarzwaldpflege in Baden-Baden, Gaggenau und Offenburg. Er beschäftigt 140 Mitarbeiter.

Dominic, wie bist du nach Deutschland gekommen?

Mein biologischer Vater ist sehr jung gestorben. In Korea ist wichtig, dass der Stammbaum fortgesetzt wird und das betrifft nur den Sohn. Meine ältere Schwester hat also nach dem Tod meines Vaters bei meinem Onkel gelebt. Ich bin bei meiner Mutter geblieben. Aber das ging wirtschaftlich einfach nicht, weil meine Mutter zu jung war. Ich bin dann auf einem Markt ausgesetzt worden und wurde gefunden und Gott sei Dank in ein Kinderheim gebracht. Nach 5 Jahren im Heim bin ich am 26. April 1974 aus Südkorea nach Deutschland gekommen und bei deutschen Eltern aufgewachsen. Meine deutschen Eltern sind wie Natan der Weise für mich, es ist nicht wichtig wer deine biologischen Eltern sind, sondern, wer dich geprägt hat. Ich hatte eine glückliche Kindheit.

1985 kam ich zurück nach Südkorea mit einem Fernsehteam der Sendereihe „Gott und die Welt“, für einen Dokumentarfilm zum Thema Adoption. Dieser Film war so erfolgreich, dass mir die Redaktion meinen Herzenswunsch erfüllt hat, meine biologischen Eltern zu suchen. 1986 sind wir daher noch einmal nach Südkorea zurückgekehrt und ich habe dort meine Wurzeln gesucht – und gefunden.

Du bist heute in der Pflege tätig: Die Schwarzwaldpflege betreut rund 800 Menschen. Gab es ein Schlüsselerlebnis, das dich zu dieser Berufung hingeführt hat?

Meine Adoptiveltern waren sehr sozial eingestellt und wollten, dass meine Geschwister und ich soziale Berufe erlernen. Ich hingegen wollte immer Manager werden, ich vermute, weil ich aus armen Verhältnissen kam. Aber meine Mutter hat gesagt: „Das sind keine guten Menschen.“ Ich habe, als pubertierender junger Mann, trotzig geantwortet:

„Ich werde der erste soziale deutsche Manager!“

Es gab dann tatsächlich ein Schlüsselerlebnis. Ich hatte einen schweren Unfall in einer Druckerei. Der rechte Arm wurde mehrfach operiert und war ein Jahr lang gelähmt. Er sollte amputiert werden, aber das habe ich nicht zugelassen.

Da ich vier Mal operiert wurde, habe ich den Beruf des Krankenpflegers in dieser Zeit gut kennengelernt und entschieden, dass ich nun doch einen sozialen Beruf erlernen will. So wurde ich selbst Krankenpfleger.

Anschließend habe ich eine Ausbildung zum Pflegefachwirt gemacht und dann doch noch Management studiert an der Steinbeiß Hochschule Berlin, mit Abschluss Master of Business Administration (MBA).

Ich habe immer gesagt „mit 30 Jahren mache ich mich selbstständig“.  Das habe ich dann auch gemacht.

Und, bist du dann tatsächlich sozialer Manager geworden?

Ich habe von Beginn an überlegt wie ich meine Mitarbeiter fördern kann. Wie kann ich ihnen etwas Gutes tun? Wie kann ich selbst ein Vorbild sein? Was kann ich für meine Mitarbeiter tun?

Ich habe mich sehr früh in Bezug auf Personalentwicklung beraten lassen. Ich habe z.B. Karriereplanung für meine Mitarbeiter begonnen. Wir haben betriebliche Altersvorsorge angeboten und zwar arbeitgeberfinanziert. Das war damals in unserer Branche total unüblich, ist ja auch schon über 20 Jahre her. Ich denke, wir Unternehmer wollen natürlich auch Geld verdienen, aber wir haben auch eine soziale Verantwortung und wir können nicht immer nur streichen, wenn es wirtschaftlich schlechter läuft.

Wir haben Mütter-gerechte Arbeitszeiten eingeführt. Das heißt, die Mitarbeiterinnen hatten mit dem Kindergarten oder den Schulzeiten ihrer Kinder vereinbare Arbeitszeiten bekommen, die sie auch variabel gestalten konnten mit nur 24 Stunden Vorlauf. Die Mitarbeiterinnen konnten auch innerhalb eines Monats ihre Stundenzahl aufstocken oder zurücksetzen, wie sie es gebraucht haben.

In den Ferienzeiten haben wir Ersatz für die Kindergärten geschaffen, indem wir Kindergärten betrieblich bezahlt haben. Oder die Mütter haben Kinderbetreuung unter sich organisiert. Damals hatte ich übrigens 10 Mitarbeiter. Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg – damals unter Walter Döring –  hat uns belobigt.

Seit damals haben sich die Zeiten geändert. Was bedeutet denn moderne Führung für dich?

Moderne Führung bedeutet für mich heute Verantwortung zu übergeben, Mitarbeiter nicht als Angestellte zu sehen, sondern als selbstständig arbeitende Menschen. Das bedeutet, dass ich Ihnen Verantwortung für ihre Entscheidungen übergebe. Sie haben dadurch mehr Handlungsfreiräume und Gestaltungsspielraum bis in die Unternehmensführung hinein. Sie dürfen mitentscheiden. Es gibt nichts Besseres als Mitspracherecht für Mitarbeiter.

„Mitbestimmungsrecht ist für mich das Hauptmerkmal moderner Führung. Freiheit im Tun für den Mitarbeiter ist wichtig.“

Magst du beschreiben, was ihr in der Schwarzwaldpflege leistet?

Wir kümmern uns um Menschen die hilfe- und pflegebedürftig sind. Unsere Kunden sind nicht nur Senioren. Unser jüngster Kunde ist Mitte dreißig – mein jüngster Freund wie ich immer sage – und querschnittsgelähmt. Um ihn kümmern wir uns schon seit 10 Jahren.

Wir pflegen derzeit mit 140 Mitarbeitern rund 800 Menschen. Pflegebedürftige kommen zu uns über Krankenhäuser, Ärzte oder Angehörige. Die meisten kommen über Empfehlung von Angehörigen oder Pflegebedürftigen selbst.

Viele wenden sich zunächst an uns, weil sie Hauswirtschaft brauchen. Der Hilfebedarf beginnt, weil sie nicht mehr kochen, putzen oder sich waschen können. Das sind Kurzeinsätze. Menschen wenden sich aber auch an uns, weil ein Schlaganfall, Herzinfarkt oder eine Krebserkrankung vorliegt. Oder weil medizinische Therapien gebraucht werden, z.B. Insulinspritzen, die sie sich selbst nicht geben können oder Wunden haben, die versorgt werden müssen.

Wer sind die Menschen, die für dich arbeiten?

In der ambulanten Pflege arbeiten wir mit Krankenschwestern und Altenpflegern, in der Hauswirtschaft mit Menschen mit entsprechender Qualifikation. Mir ist wichtig, mit Mitarbeitern zu arbeiten, die nicht problemorientiert, sondern lösungsorientiert denken und fühlen. Menschen die lösungsorientiert denken, fühlen und handeln sind positiver. Beim Bewerbungsgespräch höre ich deshalb sehr genau hin. Ich entscheide mich für einen Bewerber, weil ich sehe wie sie bzw. er denkt, z.B. nach einer Fallstudie.

Ich achte auch auf die Sprache. Ein lösungsorientierter Mensch benutzt andere Worte.

Die Erfolge mit dieser Taktik sind übrigens messbar. Die Anzahl der Kunden und der Mitarbeiter ist in den letzten Jahren stark angewachsen. Unsere Mitarbeiter reden positiv über ihren Job und selbst in der Corona-Zeit habe ich neue Mitarbeiter eingestellt.

Wir wollen ein Zeichen setzen. Wir gestalten unser Unternehmen freundlicher, weiblicher, weil die Pflege weiblich ist. Wir setzen das im Design ebenso um wie in unserer Sprache.

Die Pflege ist weiblich. Daher wird mit emotionaler Ansprache nach neuen MitarbeiterInnen gesucht. Hat auch während Corona gut funktioniert.

Das Budget im sozialen Bereich ist sehr niedrig. Vater Staat gibt zu wenig aus. Ein Land sollte sozial bleiben. Dazu gehört, dass Menschen in sozialen Berufen gut leben können und nicht das Gefühl haben, sie sind nur noch Ausputzer.

Die Zeit bei den Pflegebedürftigen wird immer knapper, weil das Budget immer knapper wird. Aber jeder, der für uns arbeitet hat die Freiheit, die Zeit beim Kunden so zu gestalten, wie es für diesen Menschen am Besten ist. Ich gängele niemanden und wenn es einmal ein paar Minuten länger dauert, dann gibt es auch keine Diskussionen. Das verstehe ich unter bedarfsorientierter Pflege mit Verantwortung.

Welches Ziel habt ihr, in der Zeit, die ihr mit Pflegebedürftigen verbringt?

Das schönste Geschenk an unsere Pflegebedürftigen ist, dass wir Freude bringen. Sie können mit uns lachen, über positive Aspekte sprechen und ihre Sorgen abgeben, so dass sie sich danach etwas leichter fühlen. Das ist nicht so einfach wie es klingt, weil man seelisch gefestigt sein muss. Meine Mitarbeiter müssen da schon viel Professionalität an den Tag legen.

Das andere ist, dass wir sanft pflegen. Was heißt das? Wir vermeiden jede hektische Bewegung und geben damit den Pflegebedürftigen ein Gefühl der Wohltat. Wir nehmen die Hektik aus unserem Tun, damit der Kunde das Gefühl hat gut betreut zu sein.

Wie erreichst du, dass deine Mitarbeiter emotional in der Balance bleiben bei diesem Job?

Menschen die einen sozialen Beruf ausüben brauchen innere Zuwendung. Wir Führungskräfte sind für unsere Mitarbeiter deshalb immer ansprechbar. Ich nenne das „zielgerichteter Smalltalk“. Ich muss innerhalb von Sekunden erkennen, in welchem Zustand sich mein Mitarbeiter befindet und dann entsprechend coachen. Das muss der Mitarbeiter nicht einmal mitbekommen. Ich stelle Fragen, kümmere mich um Bedürfnisse – z.B. bringe ich ein Wasser oder mal einen Kaffee vorbei. Ich nehme auch mal jemanden in den Arm. Für mich ist das Service für interne Kunden. Dieses Miteinander und Füreinander ist leider sehr selten in der Pflege. Aber wenn das wegfällt ist es egal wo du arbeitest, dann spielt nur noch das Geld eine Rolle. Daher ist mir das als Führungskraft so wichtig.

Gerade Mitarbeiter die sterbende Menschen pflegen brauchen selbst Beachtung. Ich stelle dann gern Fragen. Diese müssen personalisiert sein, also wirklich mit dem Mitarbeiter etwas zu tun haben. Noch besser ist es, wenn ich die Fragen mit einer „Ich-Botschaft“verbinde. Also z.B. in dem ich sage: „Haben Sie heute Nacht auch so schlecht geschlafen wie ich?“

Und wer pflegt deine Geschäftsführerseele?

Ich lese, höre Musik, das gibt mir innere Stärke. Ich tue Dinge, die mich wieder nach vorne bringen, die mir Energie geben. Ich treffe mich z.B. mit Freunden und wir sprechen nicht über die Arbeit. Ein Spaziergang in der Natur, wenn auch nur für 20 Minuten, tut gut. Ich persönlich regeneriere am besten beim Autofahren.

Lass uns über das Älterwerden in unserer Gesellschaft sprechen. Was sind deine Gedanken dazu?

Was mich traurig macht ist, dass Menschen wenn sie älter und vor allem pflegebedürftig werden als Kosten-Nutzen Faktor betrachtet werden. „Was ist das Notwendige, was wir noch tun müssen?“ Das geht in meinen Augen gar nicht, denn das ist die Generation, die dafür gesorgt hat, dass wir alle heute da stehen, wo wir stehen. Das sage ich immer unseren jungen Mitarbeitern: Diese Menschen haben unseren Weg vorbereitet.

Ich mache mit meinen Mitarbeitern Gedankenspiele. Ich sage: „Stell dir vor, deine Eltern hätten dich als kleines Kind wie einen Kosten-Nutzen Faktor behandelt. „Du bringst ja nichts, du kostest nur!“ Hätte dir das gefallen?

„Ich denke wir alle in der Pflege müssen Vorbild sein für eine menschliche Gesellschaft. Das ist für mich Pflege.“

Mir ist wichtig, dass junge Menschen das verstehen: Es geht hier nicht nur ums Geld, sondern um den Beitrag für unsere Gesellschaft, den Älteren etwas zurückzugeben. Ich gebe mir Mühe, das verständnisvoll darzulegen und auch vorzuleben, denn es hilft am meisten, mit positivem Beispiel voranzugehen, statt ständig zu jammern und mit dem Finger auf andere zu zeigen. Wir können auch im Rahmen unserer Möglichkeiten immer Veränderung herbeiführen.

Unternehmer können z.B. Veränderung hervorrufen, indem sie generationen-vereinende Projekte fördern. Wir haben beispielsweise ein Projekt gemacht, bei dem Schüler unseren Senioren beigebracht haben, wie man ein Mobiltelefon benutzt. Ich finde hier könnte auch der Staat mehr tun.

Hast du Wünsche an die Politik was die Situation der Pflege in Deutschland betrifft?

Politik sollte nicht nur reden, sondern auch tun. Das Sparen an Pflegekräften hat dem System nicht gut getan. Ein Blick in die Schweiz, nach Skandinavien oder in die Niederlande könnte hier gut tun.

Nachdem die Anforderungsprofile an Pflegekräfte verändert wurden, ist die Zahl der Absolventen drastisch gesunken. Menschen mit geringeren Abschlüssen haben praktisch keine Chance mehr einen Pflegeberuf zu erlernen. Das sollte unbedingt geöffnet werden, denn nicht jeder in der Pflege Tätige braucht einen akademischen Titel. Wir brauchen auch Menschen, die mit Herz und Verstand pflegen, unabhängig vom Schulabschluss.Die geistige Reife und die innere Einstellung sind da viel wichtiger. Das Berufsbild muss stärker diversifiziert werden und es müssen bessere Aufstiegschancen für Menschen mit einem geringeren Abschluss geschaffen werden. Wenn du z.B. eine Altenpflege-Helferin bist – also eine einjährige Ausbildung absolviert hast – kommst du nie mehr weiter. Da gibt es bei uns einfach zu wenig Förderung.

“Wir haben uns in der Pflege zu stark auf das Aussortieren konzentriert, ich finde wir sollten eher wieder einsortieren!”

Vielleicht müssten Politiker einmal für eine Woche mit unseren Pflegebedürftigen tauschen, dann würde sich vieles verändern. Vielleicht würden sie dann lernen, mit dem Herzen zu sehen und erkennen, dass wir als Gesellschaft auch dann noch leistungsfähig sein können, wenn wir uns vermenschlichen.

Ich musste einmal eine kirchliche Sozialstation sanieren. Ich habe gefragt, ob sie eine menschliche oder eine normale Sanierung wollen. Normalerweise schmeißt man erst mal Mitarbeiter raus. Ich dagegen habe bessere Mitarbeiter eingestellt und noch Kosten produziert. Aber ich habe das so begründet: Wir müssen erst einmal sähen, um ernten zu können. Ich habe in Menschen investiert und die Einrichtung hat viel zurückbekommen.

Welche Rolle spielt für dich Kommunikation in deinem Unternehmen?

Ich will keinen Straßenjargon in meiner Firma hören. Ich spreche das sofort an und schlage Alternativen vor. Durch dieses positive Eingreifen verändert sich die Kommunikation im Unternehmen.

Positive Wortwahl ist mir ganz wichtig. Ich frage meine Mitarbeiter ob sie sich wirklich gut fühlen, wenn ihr Partner zu ihnen sagt: „Du siehst heute aber nicht schlecht aus!“

Keine Floskeln benutzen, sondern konkret werden, auch in der Kritik. Daran kann der andere doch nur wachsen.

Die Unternehmenskommunikation ist wichtiger Bestandteil meiner Corporate Strategy, daher fördern wir die gute Kommunikation untereinander und nach außen.

Bei der Schwarzwaldpflege gehört positive Kommunikation zur Unternehmensstrategie

Hast du Tipps für Leser, die sich gerade selbstständig machen? Wo liegen die Herausforderungen aus deiner Sicht?

Ich selbst bin wie die Jungfrau zum Kind gekommen. Ich hatte mir vorgenommen bevor ich 30 Jahre alt werde mein eigenes Unternehmen zu gründen. Das habe ich dann einfach gemacht und erst danach die Weiterbildung begonnen. Ist vielleicht nicht zur Nachahmung empfohlen.

Die größte Hürde ist meist das Thema Finanzen. Ich hatte die Einstellung, „Ich bin jung, dynamisch und will erfolgreich werden“ und sah das Ganze wohl etwas zu rosig. Ich habe meine finanzielle Kraft überschätzt. Erfolg bedarf guter Mitarbeiter die bezahlt werden wollen. Krisen hatte ich nicht im Fokus. Bei meiner ersten Krise musste ich dann das Auto verkaufen, das mir mein Vater geschenkt hatte, um meine Mitarbeiter halten zu können. Mein Vater war entsetzt, aber ich habe die Krise damit überwunden. Ich wollte mich auf keinen Fall unterkriegen lassen und wusste, dass ich die Mitarbeiter brauche, wenn der Aufschwung kommt. Und so war es dann auch.

Man sollte mit Krisen rechnen. Krisen passieren, oft nicht einmal selbstverschuldet, sondern durch gesetzliche Veränderungen, Zufälle die wir nicht steuern können oder wie gerade eben durch eine Pandemie. Aber man sollte gewappnet sein. Sparen ist hier das Zauberwort. Mein Tipp ist, eine finanzielle Ressource für mindestens drei Monate anzulegen.

Wichtig ist außerdem geistig mit den Aufgaben zu wachsen. Um führen zu können, muss der Geist größer werden. Man muss also ehrlich zu sich selbst sein und sich fragen, welche Fähigkeiten man selbst nicht mitbringt. Diese muss man sich dann einkaufen, sich entsprechend beraten bzw. coachen lassen.

Defizite bei sich selbst zu erkennen und rechtzeitig daran zu arbeiten ist von Bedeutung.Stichwort: Weiterbildung. Wenn ich sage: „Ich kann das noch nicht, also lerne ich es“, dann bin ich auch ein gutes Vorbild für die anderen im Unternehmen.

Als drittes würde ich die Kommunikation noch anführen. Die Sprache im Unternehmen wird oft vernachlässigt.

“Aber es ist nicht wichtig, was ich gesagt habe, sondern das, was mein Gegenüber verstanden hat.”

Ich sage in meinen Schulungen inzwischen: „Nicht interpretieren, besser nachfragen!“ Denn die Interpretation ist zu 90% falsch, weil sie von meinen eignen Erfahrungen, meiner Sozialisation und meinem Wissen abhängt. Interpretation führt zu Missverständnissen, baut Mauern auf und zerstört Vertrauen.

Sich Methoden der psychologischen Führung anzueignen halte ich daher für besonders wichtig. Wir haben es immer mit Menschen zu tun. Wer richtig führt, hat mehr Erfolg.

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Vorgestellt – Dominic Hippert

Mein Gesprächspartner heute war Dominic Hippert, Geschäftsführer der Schwarzwaldpflege mit Büros in Baden-Baden, Gaggenau und Offenburg. Nach einer Ausbildung zum Krankenpfleger und praktischer Berufserfahrung folgte die Weiterbildung zum Pflegefachwirt und schließlich das Management-Studium in Berlin mit dem Abschluss Master of Business Administration. Dominic Hippert ist seit fast 25 Jahren im Bereich der Pflege selbstständig tätig.

Dieses Gespräch ist Teil meiner Serie “Im Gespräch mit…” von und für Menschen die inspirieren, quer denken, vernetzen, verändern und eine positive Einstellung ins Leben tragen.

Sie möchten jemanden aus Ihrem Netzwerk vorschlagen, dessen Stimme gehört werden sollte? Dann schreiben Sie mich gerne an!

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